Der Elsässer Platz gleicht einer versiegelten Fläche. Den umliegenden Anwohnern gilt er als essentieller Parkraum. Parkraum, der dringend benötigt wird.

Die Neugestaltung des Elsässer Platzes und die damit mögliche Umstrukturierung des Umfeldes ist eine Entwicklung, die seitens des Dezernats für Stadtentwicklung und Bau mit großem Nachdruck vorangetrieben wird. Die unmittelbar angrenzenden Bereiche der Stephanuskirche, der Sporthalle, der Bereich des Arbeitsamtes und der AOK, die Rahmenplanung der Hochschule Rhein-Main und die Neugestaltung des Wellritztales wurden durch das Dezernat in einer Rahmenplanung Elsässer Platz ganzheitlich zusammengeführt. Darauf basierend wird nun ein Wettbewerb ausgeschrieben. Ebenso sollen die Bürger an der gestalterischen Neuentwicklung beteiligt werden.

„In einem freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb mit einem Ideenteil für einen Hochbau soll die Neugestaltung des Elsässer Platzes zu einem attraktiven Stadtraum unter den Aspekten Grün und Aufenthalt, Klima und Verkehr ausgearbeitet werden. Ziel ist insbesondere die Schaffung eines identitätsstiftenden Ortes für die umliegenden Stadtviertel.“ – Hans-Martin Kessler Stadtentwicklungsdezernent

Auch Umweltdezernent Andreas Kowol unterstützt dieses Vorhaben entschieden: Der Zustand des Elsässer Platzes habe mit Lebensqualität für die Menschen im Stadtteil derzeit nicht viel zu tun. Umso wichtiger sei es für ihn, dass die seit Jahren überfällige Entwicklung endlich Fahrt aufnimmt. Kowol ist der festen Überzeugung, dass die Bestrebungen, aus dem ‚Elsässer Park-Platz‘ einen echten Elsässer Platz mit hohem Grünanteil zu machen, die Lebensqualität an dieser Stelle deutlich heben werde.

„Den Parkraum am Elsässer Platz ersatzlos zu streichen ist unmöglich. Deshalb müssen wir bei der Neugestaltung des Platzes für Bewohnerparkplätze einen adäquaten Ersatz schaffen. Dieser Ersatz muss bereit stehen, wenn die Parkplätze wegfallen.“ – Andreas Kowol, Verkehrsdezernent

Auf der anderen Seite sind sich die Dezernenten Kessler und Kowol darin einig, dass der Wegfall der Parkplätze am Elsässer Platz einen Ersatz unumgänglich macht. Dies ist für Kowol, der in seiner Rolle als Verkehrsdezernent auch die Parksituation vor Augen hat, ein kritischer Faktor: „Seit der Einführung des Bewohnerparkens ist der Elsässer Platz zwar nicht mehr der Überlaufparkplatz für den Rest der Stadt, aber für die Bewohner ist dennoch der Parkraum knapp.

„Für diese erforderlichen neuen Parkplätze soll auf Grundlage einer Machbarkeitsstudie eine nahegelegene Quartiersgarage errichtet werden.“ – Hans-Martin Kessler Stadtentwicklungsdezernent

Wiesbadens Stadtplanungsamtsleiter Camillo Huber-Braun ergänzt: Der Wettbewerb leistet neben der Freiraumplanung auch Ideen für den Hochbau. Wir folgen hier der Empfehlung des Gestaltungsbeirates und wollen auch ein Stück Stadtreparatur betreiben und einen Beitrag zur Baukultur in Wiesbaden leisten – wie genau dies aussehen kann, ist ebenfalls Gegenstand der Ausschreibung.

Neben dem Projekt Elsässer Platz werden die Weiterentwicklung des Kulturparks am Schlachthof, ein Beteiligungsformat für mehrere Quartiersplätze im Dichterviertel und der Kiezgarten auf dem Sedanplatz durch dieses Förderprogramm finanziert.“ – Roland Stöcklin, Geschäftsführer der SEG Wiesbaden mbH

Gefördert wird die Maßnahme durch das Städtebauförderprogramm Wachstum und nachhaltige Erneuerung – Stadtgrün Wiesbaden. Das Team Stadterneuerung der SEG als Treuhänder der Landeshauptstadt Wiesbaden, verantwortlich für die Umsetzung der Städtebauförderprogramme, sowie das Stadtplanungsamt, das Grünflächenamt, das Tiefbau- und Vermessungsamt sowie das Umweltamt bewegen gemeinsam gerade richtig viel an unterschiedlichen Orten in Wiesbaden, betont Roland Stöcklin, Geschäftsführer der SEG Wiesbaden mbH.

„Immer mehr Menschen in Deutschland zieht es in Städte. Deshalb werden Grünflächen als Orte der Begegnung, Erholung und Integration immer wichtiger. Mit dem neuen Städtebauförderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ werden Maßnahmen zur Verbesserung des städtischen Grüns gefördert.“ – BMI

Ein weiterer Anlass für den Wettbewerb ist das Förderprogramm Zukunft Stadtgrün, das nach der Definition des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz einer qualitativ hochwertigen Gestaltung einer grünen Infrastruktur dient. Insbesondere vor dem Hintergrund der Innenentwicklung in Städten ist auf diesen innerstädtischen Freiflächen besonders die Ausgestaltung mit qualitätsvollem Stadtgrün notwendig.

Info-Container am Elsässer Platz

In den kommenden Tagen können sich Anwohner, Nutzer sowie alle Interessierten am grünen Info-Container vor Ort zum Start des Wettbewerbs informieren. Außerdem besteht die Möglichkeit, Ideen einzubringen. Hierfür liegen Postkarten im Container aus. Der Info-Container ist ab sofort bis zum 12. September, jeweils von 16 bis 18 Uhr, geöffnet. Außerhalb der Öffnungszeiten können Ideen und Anregungen auf der Internetseite dein.wiesbaden.de/elsaesserplatz abgegeben werden. Welche Vision haben die Bürgerinnen und Bürger für den Elsässer Platz? Wie möchten sie den Platz nutzen? Wie kann die Aufenthaltsqualität verbessert werden? Die Ideen und Anregungen fließen in die Aufgabenstellung des Wettbewerbs ein. Die Möglichkeit zum direkten Austausch zum Projekt wird am Samstag, 12. September, von 10 bis 12 Uhr, im Rahmen eines Dialogs vor Ort bei einer Tasse Kaffee am Info-Container geboten.

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Informationen zum  Elsässer Platz im Internetangebot der Stadt Wiesbaden finden Sie unter www.wiesbaden.de

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