Marlies Mosiek-Müller hat der Gesellschaft viel gegeben und Johannes B. Kerner stellt sich immer wieder seit vielen Jahren in den Dienst derselben. Er nutzt seine Bekanntheit, um Menschen zu helfen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen.

Erst Johannes B.Kerner und danach … Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hat der früheren Hessischen Sozialministerin und Richterin am Bundessozialgericht, Professorin Marlies Mosiek-Müller aus Gelnhausen, den Hessischen Verdienstorden verliehen. Damit wird sie für ihr facettenreiches ehrenamtliches Engagement in den Bereichen Sport, Schule, Kultur und Politik geehrt.

„Professorin Mosiek-Müller blickt auf ein ehrenamtliches Engagement zurück, das nahezu einen Zeitraum von 40 Jahren überspannt. In diesen vier Dekaden ist es der vierfachen Mutter nicht nur gelungen, eine beispielhafte juristische Karriere im Bereich der Sozialgerichtsbarkeit hinzulegen.“ – Ministerpräsident Volker Bouffier

Neben ihrer Karriere als Richterin, die Mosiek-Müller vom Sozialgericht Marburg und Gießen (1974 bis 1988) über das Landessozialgericht in Darmstadt (1988 bis 1990) und das Sozialgericht Frankfurt am Main (1990 bis 1991) zum Bundessozialgericht in Kassel führte, war sie von 1994 bis 1999 Mitglied des Europäischen Parlamentes und agierte dort als rechtspolitische Sprecherin sowie als Mitglied in verschiedenen Ausschüssen. Als Hessische Sozialministerin gehörte sie der Hessischen Landesregierung von April 1999 bis August 2001 an. 2007 wurde Mosiek-Müller Dozentin für Urheberrecht und Wirtschaftsprivatrecht an der sächsischen Hochschule Mittweida und der Ascenso-Medienakademie, 2011 wurde die Juristin zur Honorarprofessorin für Sozial-, Medien- und Urheberrecht ernannt.

„Bildung und Kultur waren und sind weitere Themen, die Professorin Mosiek-Müller stets am Herzen lagen und liegen. Dieses vorbildliche Handeln und unermüdliche Wirken für Staat und Gesellschaft möchte ich durch die Verleihung des Hessischen Verdienstordens anerkennen.“ – Ministerpräsident Volker Bouffier

Ehrenamtlich engagierte sich Mosiek-Müller unter anderem als Stadtschulsprecherin in Düsseldorf, als Vorsitzende des Elternbeirats eines Kindergartens in Gießen sowie im Schulelternbeirat am Theresianum in Mainz. Trotz zahlreicher Umzüge und beruflicher Veränderungen gelang es ihr seit 1971 wiederholt, verschiedene Ehrenämter in den Sportvereinen der Kinder sowie auf kommunal-, kreis- und landespolitischer Ebene zu bekleiden. Seit 1986 ist Mosiek-Müller Vorstandsmitglied des Landesarbeitskreises Christdemokratischer Juristen in Hessen. 1989 gründete sie zudem den Arbeitskreis Christdemokratischer Juristen Gießen, in dem sie bis 1995 das Amt der Vorsitzenden innehatte.

„Bei all ihrem ehrenamtlichen Engagement war ihr vor allem das Thema Bildung eine Herzensangelegenheit. Professorin Marlies Mosiek-Müller hat Nachhilfeunterricht und Sprachunterricht für ausländische Kinder erteilt und einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet, deutsch-französische kommunale Partnerschaften aufzubauen.“ – Ministerpräsident Volker Bouffier

Auch im kulturellen Bereich habe sich Mosiek-Müller ehrenamtlich engagiert: So war sie von 2002 bis 2008 stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins des Deutschen Historischen Museums in Berlin. Seit 2003 ist sie Vorstandsmitglied des Frankfurter Kultur Komitees und im gleichen Jahr wurde sie Mitglied des Kuratoriums der Opernakademie Bad Orb. Darüber hinaus war sie von 2005 bis 2009 Mitglied im Kuratorium der Akademie der Deutschen Welle. Seit 2009 ist sie Mitglied des Hochschulrats Mittweida, in dem sie ein Jahr später das Amt der Vorsitzenden übernahm, welches sie bis heute innehat.

Johannes B. Kerner im Dienst der Gesellschaft 

Eine ebensolche Anerkennung wie der Professorin Marlies Mosiek-Müller in Form des Bundesverdienstkreuz 1. Klasse hat der Hessische Ministerpräsident dem Moderator und Journalisten Johannes B. Kerner aus Hamburg verliehen und damit sein jahrzehntelanges Engagement im sozialen, gesellschaftlichen und sportlichen Bereich geehrt.

„Der Name Johannes B. Kerner ist nicht nur mit vielen Sport- und Unterhaltungssendungen im Fernsehen verknüpft, sondern vor allem auch mit Europas größter Benefiz-Veranstaltung im Bereich des Sports – dem Ball des Sports. Durch seinen alljährlichen Verzicht auf das Honorar für die Abendmoderation leistet Johannes B. Kerner einen erheblichen Beitrag zum Benefizerlös der Gala mit 2000 Gästen.“ – Ministerpräsident Volker Bouffier

Kerner sei seit 2006 zudem in herausgehobenen Positionen ehrenamtlich für die Stiftung Deutsche Sporthilfe tätig – zunächst als Mitglied im Stiftungsrat, seit 2009 als Mitglied im Aufsichtsrat und zudem als Fördermitglied im Kuratorium der Deutschen Sporthilfe. Er unterstütze die Sporthilfe und ihre Athleten mit Moderationen bei der Hall of Fame des deutschen Sports, der Verleihung der Goldenen Sportpyramide, dem Forum Werte des Sports, bei Pressekonferenzen oder Auftritten beim Sporthilfe Elite-Forum.

„Johannes B. Kerner bringt seine Kontakte aus dem Medienumfeld gewinnbringend in seine ehrenamtliche Tätigkeit ein, so dass die bundesweit agierende Stiftung aktuell mehr als 4.000 Athletinnen und Athleten finanziell unterstützen kann. Seinem Engagement für die Deutsche Sporthilfe ist es zu verdanken, dass das Fördervolumen erheblich ausgebaut werden konnte.“ – Ministerpräsident Volker Bouffier

Der Ministerpräsident hob außerdem Kerners Verdienste für die Gesellschaft und im sozialen Bereich hervor. Viele Jahre hat Johannes B. Kerner das Frauengesundheitszentrum Sirnona e. V. in Wiesbaden unterstützt. Da dieser Verein nur mit geringen öffentlichen Mitteln bezuschusst wird, ist ein privates Sponsoring für den Verein und die Arbeit immens wichtig. Johannes B. Kerner hat mit seinen großzügigen und kontinuierlichen Spenden ermöglicht, dass das Zentrum Sirona e. V. nicht nur erhalten bleibt, sondern das Angebot für Frauen und Kinder weiter ausgebaut werden konnte. Damit hat er einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft geleistet, so Bouffier.

„Johannes B. Kerner stellt sich seit vielen Jahren in den Dienst der Gesellschaft. Durch private Spenden gibt er den Menschen in unterschiedlichen Bereichen eine Perspektive.“ – Ministerpräsident Volker Bouffier

Auch mit seiner von ihm und seiner damaligen Ehefrau Britta Becker gegründeten Becker-Kerner-Stiftung mache Kerner sich um die Gesellschaft, insbesondere um Kinder, Jugendliche und Heranwachsende verdient. Sie alle würden bei der Ausübung sportlicher und kultureller Aktivitäten unterstützt, insbesondere junge Menschen, die ihre Talente und Interessen aus finanziellen Gründen nicht ausleben könnten. Die Becker-Kerner-Stiftung bietet in Zusammenarbeit mit allen Hamburger Staatstheatern und fast allen Privattheatern online Theaterkarten für Hamburger Schülerinnen und Schüler zu stark vergünstigten Preisen an. Des Weiteren konnten 2100 Fünftklässler aus 16 Hamburger Stadtteilschulen im November 2019 auf Einladung der Becker-Kerner-Stiftung ein spezielles Konzert in der Elbphilharmonie erleben. Ziel der Becker-Kerner-Stiftung ist es, dass möglichst viele junge Menschen die Chance haben, die Elbphilharmonie von innen zu erleben und ein klassisches Instrument im Original zu sehen.

Bundesverdienstkreuz

Der damalige Bundespräsident Theodor Heuss stiftete im Jahr 1951 den Verdienstorden der Bunderepublik Deutschland. Er wird für besondere Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland sowie für Leistungen im politischen, wirtschaftlichen, sozialen und geistigen Bereich verliehen. Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland wird in acht Stufen verliehen. Im Folgenden sind sie nach Höhe der Stufen geordnet, beginnend mit der niedrigsten: Verdienstmedaille, Verdienstkreuz am Bande (umgangssprachlich: „Bundesverdienstkreuz“), Verdienstkreuz 1. Klasse, Großes Verdienstkreuz, Großes Verdienstkreuz mit Stern, Großes Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband, Großkreuz sowie Sonderstufe des Großkreuzes.

Hessischer Verdienstorden

Der Hessische Verdienstorden wird zur Würdigung hervorragender Verdienste um das Land Hessen und seiner Bevölkerung vom Hessischen Ministerpräsidenten verliehen. Es gibt zwei Ordensstufen: Hessischer Verdienstorden am Bande (niedrigere Stufe) und Hessischer Verdienstorden (höhere Stufe).

Foto oben ©2022 Hessische Staatskanzlei/ Ralf Riehl

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Die offizielle Internetseite der Staatskanzlei Hessen finden Sie unter staatskanzlei.hessen.de.

 

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