Eigentlich hätte das Haus in der Luisenstraße schon längst saniert worden sein sollen. Die anfangs veranschlagten Kosten reichten jedoch nicht aus. Jetzt steht die Finanzierung.

Justizministerin Eva Kühne-Hörmann und Finanzminister Dr. Thomas Schäfer gaben am Dienstag den Startschuss für die Grundsanierung des historischen Gebäudes der Luisenstraße 7 in Wiesbaden. Das seit dem Jahr 2011 leer stehende Gebäude ist Teil eines historischen Ensembles in zentraler Lage in Wiesbaden, weshalb die Sanierungsarbeiten Beteiligung des Denkmalschutzes stattfinden. Um den Baubeginn zu verdeutlichen, haben die Justizministerin und der Finanzminister an dem Gerüst vor dem leer dem leer stehendem Gebäude  am 9. Oktober ein rund 50 m² großes Motivplakat enthüllt. Das Plakat macht die künftige Fassade für Wiesbadens Bürger bereits mit Baubeginn sichtbar.

„Das Objekt in der Wiesbadener Luisenstraße ist von diesen vielen Projekten ein besonderes Schmuckstück. Ich freue mich ganz besonders, dass wir diese wunderschöne Immobilie in Nachbarschaft zum Justizministerium nicht nur sanieren, sondern darüber hinaus auch für die Justiz weiter nutzen werden.“ – Eva Kühne-Hörmann.

Zum Start in Wiesbaden erklärte Kühne-Hörmann, dass Hessen das größte Justizaufbauprogramm der letzten Jahrzehnte eingeleitet habe. Dazu zählen nicht nicht nur rund 500 neue Arbeitsstellen für die gesamte Justiz, sondern zahlreiche große Investitionen in Justizstandorte. So wurde zum Beispiel die Sanierung der JVA Kassel I für über 100 Millionen Euro auf den Weg gebracht sowie Investitionen in Höhe von 130 Millionen Euro zur Sanierung der Justizinfrastruktur der Frankfurter Konstabler Wache bereit gestellt. Darüber hinaus wurden zahlreiche kleinere und mittelgroße Sanierungen und Neubaumaßnahmen, wie zum Beispiel das Justizzentrum in der Kasseler Goethestraße für rund 19 Millionen Euro oder die Kampfmittelräumung des Schwalmstädter Wallgrabens für rund 15,5 Millionen Euro umgesetzt. “Die Maßnahmen stärken die Justizinfrastruktur nachhaltig“, so die Justizministerin.

„Vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan: Diese Entwicklung kann das Haus in der Luisenstraße 7 nun endlich nehmen.“ – Finanzminister Dr. Thomas Schäfer

Hessens Finanzminister ergänzte freute sich darüber, dass die Arbeiten an der Luisenstraße 7 jetzt For annehmen und erklärte, dass die Vorbereitungen für eine denkmalgerechte Sanierung eines Kleinods und deren spätere Nutzung unter Berücksichtigung aller notwendigen Sicherheitsinteressen manchmal länger dauern – „als allen Beteiligten lieb ist. Umso schöner, dass es nun losgeht.“ Hessens Justizministerium wird  an zentraler Stelle einen Schatz wieder zum Leuchten bringen. Da die künftigen Mieter wichtige Institutionen aller Länder und des Bundes sind, werde der Ort als Visitenkarte der hessischen Justiz über Wiesbaden hinaus Eindruck machen – „mit modernen Arbeitsbedingungen in historischem Ambiente.“

„Nach der Sanierung werden die Kriminologische Zentralstelle (KrimZ) und die Nationale Stelle zur Verhütung von Folter in das Gebäude einziehen. Dann ist hier auf einer Fläche von 520 m² Platz für 18 Büros, Besprechungsräume und einer Bibliothek für 28.000 Bücher und 2.100 Zeitschriftenbände.“ – Eva Kühne-Hörmann.

Ganz uneigennützig ist die Nutzung der Plakatfläche aber dann doch nicht. „Sowohl die Justiz als auch die Finanzämter suchen auf allen Ebenen landesweit qualifizierten und motivierten „Nachwuchs. Die tolle Werbefläche gegenüber der Bushaltestelle Wiesbaden/Wilhelmstraße nutzen wir deshalb auch für die Nachwuchsgewinnung.“ Neben der Darstellung der künftigen Fassade wirbt Hessens Justiz in der Innenstadt für eine Tätigkeit in der Justiz oder im Bereich Finanzverwaltung. „Wer künftig etwa auf den Bus wartet und sich von der Ausschreibung angesprochen fühlt“, könne sich ab gleich über die kostenlosen Telefonnummern über die Arbeitsmöglichkeiten in der Finanzverwaltung und in der Justiz informieren, so Eva Kühne-Hörmann und Dr. Thomas Schäfer.

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