Der Internationale Frauentag 2018 steht im Zeichen des 100-jährigen Jubiläums des Frauenwahlrechts. Auch heute ist dies in einigen Ländern für Frauen noch ein Traum.

Der Weltfrauentag hat eine über 100-jährige Geschichte. In Deutschland wurde er während der NS-Herrschaft verboten. Stattdessen wurde der Muttertag propagiert und die biologische Verpflichtung der Frau.

„Dieser Internationale Frauentag ist die wuchtigste Kundgebung für das Frauenwahlrecht gewesen, welche die Geschichte der Bewegung für die Emanzipation des weiblichen Geschlechts bis heute verzeichnen kann.“ – Clara Zetkin, Frauenrechtlerin, 1911

Immer noch zählt Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu den am weitesten verbreiteten und systematisch begangenen Menschenrechtsverletzungen. Am häufigsten äußert sich Gewalt gegen Frauen in häuslicher und sexueller Gewalt, in sexueller Belästigung sowie emotionaler und psychischer Gewalt.

Weltfrauentag: 51 Prozent sind weiblich

Auch wenn in Wiesbaden der Trend zu beobachten ist, dass mehr Jungen als Mädchen geboren werden, ist dies bundesweit anders. Der größere Teil der Bevölkerung in Deutschland ist weiblich. Über die Hälfte der insgesamt 82,5 Millionen Menschen waren 2016 Mädchen und Frauen – in Zahlen 51 Prozent beziehungsweise 41,8 Millionen.

Das Statistische Bundesamt teilt mit, dass sich das Geschlechterverhältnis in den letzten Jahren immer mehr angeglichen hat. Während 1970 zum Teil kriegsbedingt 1 000 Männern noch 1 098 Frauen gegenüberstanden, waren es Ende 2016 nur noch 1028 Frauen.

Fakten

In Deutschland wurde das Frauenwahlrecht 1918 (genau wie in Österreich, Polen und Russland) im Reichswahlgesetz verankert.

Das Frauenstimmrecht in der Schweiz wurde durch eine eidgenössische Abstimmung am 7. Februar 1971 eingeführt.

100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts ist das deutsche Parlament so männlich wie lange nicht mehr. Nur ein Drittel der Abgeordneten sind weiblich.

Frauen dominierte Berufe werden immer noch schlechter bezahlt.

Frauen mit Kindern stehen vor ungelösten Arbeitszeitproblemen.

Frauen haben nach wie vor geringere Karrierechancen – und zum Schluss eine kleinere Rente als Männer.

In China ist am Internationalen Weltfrauentag der Nachmittag arbeitsfrei.

In Russland ist der Internationale Arbeitstag für Frauen ein Feiertag. Fällt dieser auf einen Samstag oder Sonntag, ist der darauf folgende Montag arbeitsfrei.

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