Planungsbeginn der Interims-AWO Kita war im Dezember 2021, Beschluss der Stadtverordneten-Versammlung am 14. Juli 2022, Fertigstellung geplant am 23. Dezember.

Schulen werden saniert, neu gebaut oder erweitert. Nach den vielen Spatenstichen und Richtfesten der letzten Wochen weiß jeder: Der Schulbau in der Stadt boomt. Hinter den neuen Schulen werden die Kita-Baustellen aber nicht vernachlässigt. Erst in Nordenstadt, vergangenen Freitag in Kastel (Holzturm) und am Montag in Amöneburg. Auch hier brummt es: trägt die Stadt dem wachsenden Bedarf durch das Neubaugebiet in Spe, das Clemens Areal an der Wiesbadener Straße, den Entwicklungen des Areals Kastel-Housing sowie dem Neubau des Holzwohnturms Rechnung. Keine Frage, die zwei zusätzlichen Elementargruppen in Interims-AWO Kita (Bestandskita) sind allenfalls ein Tropfen auf den heißen Stein. Der Bedarf nach Kita-Plätzen in AKK ist schon jetzt deutlich höher.

Aus vier werden sechs Gruppen

Im Gegensatz zu der Kindertagesstätte im neuen Wohnturm werden in der Wiesbadener Landstraße 36 nicht wirklich neue Plätze geschaffen, sondern lediglich verlagert. Vor Monaten wurde klar war, dass die vier Gruppen der AWO-Krippe Kastel, ihre Räumlichkeiten  verlassen muss, wurde die Stadt aktiv. Verhältnismäßig lange hat es gedauert, im Portfolio Stadt ein passendes Grundstück für eine Interims-Lösung zu finden. Viel schneller war die SEG bei der Umsetzung. Auf eine offizielle Ausschreibung habe die Stadtgesellschaft größtenteils verzichten können. Fremde Architekten nicht benötigt. Die Planungen für die großzügige Ersatz-Kita in Containerbauweise in Amöneburg haben wir nahezu in Eigenregie übernommen, erzählt Dipl. Ing. Roland Stöcklin, Geschäftsführer der SEG Stadtentwicklungsgesellschaft. Das Grundstück gehört der SEG Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden.

Der „Rohbau“ steht

Auch wenn sie noch eher wie eine Baustelle als wie eine Kita wirkt: Die Container stehen, sind gut verankert, ans Stromnetz angeschlossen und mit einer Wärmepumpe und Sanitäranlagen ausgestattet. Die Küche soll bis zum dritten Advent eingebaut sein, – und bis zum 1. Januar 2023 die Kita dann eingerichtet. Daran zweifelt niemand. Bei einem Vorort-Termin haben sich Medienvertreter am Montagvormittag mit Vertretern der Stadt und der AWO ein Bild von den Arbeiten gemacht.

Zu Jahresbeginn stehen in der Wiesbadener Straße 36 Räume für sechs Gruppen zur Verfügung. Zu den bisher 40 bestehenden Krippenplätze wird es zwei neue Elementargruppen für die Altersgruppe ab 3 Jahren geben, erklärt Bastian Hans, AWO-Geschäftsführer Die Kita wird für zunächst 5 Jahre ihren Betrieb aufnehmen. Parallel zum Betrieb sucht die Stadt in Abstimmung mit der AWO nach einer Lösung für einen neuen langfristigen Kita-Standort. Das ist auch der Grund dafür, dass im  Sinne der vollständigen Rückbaubarkeit weitgehend auf versiegelte Flächen verzichtet wurde, und die  die Containeranlage auf Einzelfundamenten steht.

Das Innenleben

Das Kita-Gebäude wurde als eingeschossige, vollständig barrierefreie Containeranlage ausgeführt. Der Hauptzugang erfolgt über einen offenen Eingangsbereich, in dem (zum Teil überdachte) Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, Buggys etc. zur Verfügung stehen. Vom Eingangsbereich ist im nordwestlichen Gebäudeflügel der Krippenbereich sowie im südwestlichen Gebäudeflügel der Elementarbereich organisiert. Hierdurch wird eine räumliche Trennung geschaffen, so dass die Kinder der verschiedenen Altersgruppen bei Bedarf ungestört voneinander spielen und lernen können. Der Krippenbereich gruppiert sich um einen großzügig geschnittenen Spielflur, in dem Begegnung und Austausch zwischen den Gruppen stattfinden kann. Von dort sind neben den Krippen-Gruppenräumen diverse Funktionsräume wie Küche, Personalräume, Sanitärräume sowie der Mehrzweckraum erschlossen. Der Elementarbereich umfasst zwei Gruppenräume mit jeweils den Gruppen zugeordneten Sanitärbereichen.

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Durch die L-förmig angelegte Anlage entsteht auf der rückwärtigen, zur Wiesbadener Landstraße abgewandten Seite, ein geschützter Spielbereich mit einem räumlichen und funktionalen Bezug zu den jeweiligen Gruppenräumen. Alle Gruppenräume verfügen über eine umlaufende Holzterrasse über einen direkten Zugang zum naturnah gestalteten Freibereich, der sich in Elementarbereich und Krippenbereich mit jeweils altersgerechten Angeboten gliedert.

Foto oben ©2022 Volker Watschounek

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Die Internetseite der AWO-Kita Kastel finden Sie unter www.awowiesbaden.de.

 

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