Das thalhaus zieht Konsequenzen aus den Haushaltsbeschlüssen der Landeshautstadt Wiesbaden. In einem offenen Brief heißt es…

„Das Thalhaus verabschiedet sich von seinem Vielspartenprogramm und stellt seine Galeriearbeit Mitte März 2018 ein. Die letzte Ausstellung wird „Uferzonen“ mit Werken von Stefanie Lenartz sein. Gleichzeitig wird die Mitarbeit in der Kurzen Nacht der Galerien und Museen beendet.“

20.000 Euro gestrichen

Mit dieser Maßnahme reagiere der Vorstand der thalaus e. V. auf die Entscheidung der Landeshauptstadt Wiesbaden, die institutionelle Förderung im Rahmen des Haushalts 2018/19 lediglich Um 10.000 Euro pro Jahr zu erhöhen. Der ausführlich begründete Antrag des thalhaus hatte bei einer Zusetzungssumme von 30.000 Euro gelegen, einer Summe, die in Anbetracht der Tatsache, dass in den letzten sieben Jahren keine Anpassung an die gestiegenen Kosten erfolgt war, Für einen Ausgleich des Haushalts zwingend erforderlich gewesen wäre.

Schließung der Galerie

Die Schließung der Galerie ist nicht die einzige Konsequenz, den Fortbestand des Hauses zu sichern, das in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen feiern konnte. So werden Veranstaltungen mit unverhältnismäßig hohen Finanzrisiken schon 2018 dem Rotstift zum Opfer fallen. Lesungen, welche Musik und Jazz Konzerte (mit Ausnahme der Jazz Sessions) wird es im Talhaus nicht mehr geben. Der Schwerpunkt des Programms wird künftig bei Kabarett, Comedy und Varietee liegen.

Soziale Verantwortung

Da sich ich das thalhaus seiner sozialen Verantwortung bewusst ist, werden allerdings die Theatergruppen Franz – das Theater mit Menschen mit geistigen Handicaps und die Gruppe Zeitlos der EVIM Gemeinnützige Behindertenhilfe weiterhin im thalhaus ihrer Heimat haben. Auch das GOJ T-A-TR wird aus seiner langjährigen engen Verbundenheit mit dem thalhaus nicht der Straffung des Programms zum Opfer fallen.

Das thalhaus, vielen unbekannt

Die Ablehnung der Landeshauptstadt, wirtschaftlichen Situation des thalhaus in ihrem Kulturhaushalt 2018/19 angemessen Rechnung zu tragen, wurde bei der letzten Kulturausschuss-Sitzung noch einmal bekräftigt. Die Begründung dafür waren überwiegend willkürlich, sachlich falsch, emotional und nicht nachvollziehbar. Sie zeugten davon, dass den meisten Ausschussmitglieder die Bedeutung des thalhaus gleichgültig oder nicht bekannt war. Der Vorstand des talhaus e.V. Zeigt sich tief betroffen von dem mangelnden Respekt gegenüber der – teilweise von ehrenamtlichen Engagement getragenen – Arbeit des gemeinnützigen Vereins.

Der Tag Vorstand ist überzeugt, mit den ergriffenen Maßnahmen dafür gesorgt zu haben, dass den Bürgern weiterhin eine Kulturinstitution erhalten bleibt, eine Institution, die weit über die Grenzen der Stadt Wiesbaden hinaus einzigartig ist.

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