Aus dem vermeintlichen Finale gegen Suhl ist ein Spiel zum Feiern geworden. Unter den Zuschauern ehemalige VCW-Größen wie Tanja Hart, Karla Borger oder Regina Mapeli Burchardt.

Einen Tag nach dem sensationellen 3:1-Auswärtssieg beim DVV-Pokalsieger SSC Palmberg Schwerin sind die Hessinnen in der Nacht zum Freitag in Wiesbaden aus dem Mannschaftsbus geklettert. Sichtlich erschöpft, aber vor allem glücklich und motiviert für das letzte Hauptrunden-Spiel.

Wiesbaden, 1. Volleyball Bundesliga, kurz gefasst

1. Volleyball Bundesliga Damen – VC Wiesbaden  – VfB Lotto Suhl
Wann: Samstag, 23. März 2019, 18:30 Uhr
Wo: Sporthalle, Platz der Deutschen Einheit, 65185 Wiesbaden (Anfahrt planen!)
Eintritt: 11,00 Euro

Der VCW hat mit dem zweiten Erfolg gegen ein Topteam der Liga den Einzug ins Playoff-Viertelfinale vorzeitig perfekt gemacht. Das musste ich erstmal sacken lassen, berichtet Selma Hetmann. Die VCW-Mittelblockerin war am Donnerstag ein wichtiger Aktivposten auf dem Feld. Mit ihren Aufschlägen und ihren Angriffen erzielte sie insgesamt elf Punkte für ihr Team. Aber auch Tanja Großer und Nathalie Lemmens waren Garanten des Erfolgs. Die Annahme und Feldabwehr rund um Libera Lisa Stock stand ebenfalls bombensicher. Die Freude über den vorzeitigen Playoff-Einzug war entsprechend groß: Mega, einfach überragend. Manchmal braucht es auch einfach nicht viel mehr Worte.

„Das war einfach eine geile Teamleistung, ich bin sehr stolz auf die Mannschaft.“ – Selbe Hetmann

Morgen Abend, also keine 48 Stunden später, muss das Team um Hetmann bereits wieder aufs Feld. Es steht das letzte Hauptrundenspiel in der Volleyball Bundesliga auf dem Programm. Der Gegner ist der VfB Suhl Lotto Thüringen. Der Tabellenneunte hatte auf das große Endspiel im Kampf um den achten Playoff-Platz gehofft und sogar über 100 Fans für die Auswärtsfahrt nach Wiesbaden mobilisiert. Doch allen thüringischen Hoffnungen machte der VCW gestern Abend den Garaus. Dennoch wird keines der beiden Teams die Partie einfach so herschenken wollen.

„Wir werden uns wie auf jedes Spiel akribisch vorbereiten. Soweit uns dies in der Kürze der Zeit möglich ist.“ – Dirk Groß, VCW-Chef-Trainer

Die Hessinnen können sogar noch auf den siebten Tabellenplatz klettern. Dafür muss der VCW allerdings auf den Ausgang der zeitgleich ausgetragenen Partie zwischen dem USC Münster und den Ladies in Black Aachen schauen. Beide Teams liegen punktgleich auf Rang sechs und sieben. Gewinnt Wiesbaden sein Spiel gegen Suhl 3:0 oder 3:1 und gewinnt Münster gegen Aachen mit dem gleichen Ergebnis, würde der VCW aufgrund der höheren Anzahl an Siegen noch an den Ladies in Black vorbeiziehen. Statt Aachen könnte jedoch auch Münster auf Platz acht abrutschen, wenn Aachen das Spiel in Münster mit 3:0 und auch Wiesbaden sein Heimspiel ohne Satzverlust für sich entscheidet. Dann nämlich wäre der VCW aufgrund des besseren Satzquotienten vor Münster postiert.

„Beide Teams sind super schwere Gegner. Stuttgart liegt uns, glaube ich. Und die Anreise ist einfacher. Aber in Schwerin spiele ich auch sehr gerne.“ – Selma Hermann

Ob das Team um Hetmann nach dem letzten Hauptrundenspieltag Siebter oder Achter ist, bestimmt den Gegner für das Playoff-Viertelfinale. Bleibt der VCW auf acht, trifft er auf Tabellenführer Stuttgart. Klettert Wiesbaden noch auf sieben, heißt der Gegner erneut Schwerin. Bis dahin heißt es erst einmal ausruhen und realisieren, was man gestern Abend beim DVV-Pokalsieger geschafft hat.

Vorläufige Playoff-Terminübersicht

1. Playoff-Viertelfinale, für den VCW auswärts: Samstag, 30. März
2. Playoff-Viertelfinale, VCW-Heimspiel: Mittwoch, 3. April
(mögliches) 3. Playoff-Viertelfinale, für den VCW auswärts: Samstag, 6. April

Hoher Besuch

Für das Heimspiel gegen den VfB Suhl Lotto Thüringen erwartet der VCW auch noch ganz besonderen Besuch in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit. Anlässlich von VCW 15 Jahre in der Ersten Bundesliga haben die Hessinnen ehemalige Erstliga-Spielerinnen zur Samstagspartie eingeladen. So werden unter anderem VCW-Größen wie Karla Borger, Tanja Hart, Regina Mapeli Burchardt, Steffi Lehmann, Pauliina Vilponen und Julia Osterloh auf der Tribüne sitzen. Insgesamt 20 ehemalige VCW-Spielerinnen sind der Einladung des Clubs gefolgt.

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