Gerüchte und falsche Behauptungen richtig stellen: Das Thema „Rettung der Hafenschule“ ist für die Initiative „AG Hafenschule“ noch lange nicht erledigt.

Die Mitglieder der sogenannten AG Hafenschule, Schiersteiner Anwohner, Eltern und Lehrer der Hafenschule, waren sich bei einem Treffen in dieser Woche in Schierstein einig: Sie kämpfen weiter um den Erhalt der Hafenschule am jetzigen Standort. Mit der Petition im Gepäck (wir berichteten [https://wiesbaden-lebt.de/hafenschule-in-schierstein-regt-sich-widerstand]) wollen Vertreter der AG am 21. Juni zur Stadtverordnetenversammlung im Wiesbadener Rathaus kommen. Vorher werden sie mit einer weiteren Flyer-Aktion und Info-Ständen um Unterstützung vor allem in Schierstein werben.

„Auch wir Lehrer stehen hinter dem Engagement der Arbeitsgemeinschaft Hafenschule und begleiten das Thema natürlich aus pädagogischer Sicht.“ – Sonja Petermann, Konrektorin der Hafenschule

Sonja Petermann, Konrektorin der Hafenschule, und Christel Francke, seit 20 Jahren Lehrerin an der Hafenschule, gehören zu den zahlreichen Vertretern der Initiative, die sich aktiv für den Erhalt der Hafenschule am jetzigen Standort neben der Christophorus-Kirche einsetzen. Ihnen ist es auch wichtig, mit einigen Vorurteilen und Gerüchten aufzuräumen, die sich seit ein paar Wochen um die AG Hafenschule ranken. „Es ist bedauerlich, dass wir in der Tagespresse als Aktivisten bezeichnet werden. Das hat einen faden Beigeschmack. Besser wäre, einfach mal darauf hinzuweisen, welche Menschen hinter dem Engagement der Arbeitsgemeinschaft Hafenschule stehen. Das sind nämlich unter anderem auch wir Lehrer, die das Thema natürlich aus pädagogischer Sicht begleiten“, so Petermann.

„Es ist schlichtweg falsch und verleumdend zu behaupten, die AG Hafenschule rede schlecht über die Erich-Kästner-Schule“ – Christel Francke, Lehrerin der Hafenschule

Ihre Kollegin Francke stimmt dem zu. Sie ärgert sich besonders über falsche Vorwürfe, die AG Hafenschule rede schlecht über die Erich-Kästner-Schule, ihre Schüler oder ihre Lehrer: „Das ist schlichtweg falsch. Richtig ist, dass wir dem Ortsbeirat bisher vergeblich die moralische Frage ans Herz gelegt haben, für die kleinsten Kinder die optimale Lösung zu finden, und keine, die einen Kompromiss darstellt.“ Fakt sei: Für die Hafenschule und die dortigen Grundschüler bringt der Umzug auf das Gelände der Erich-Kästner-Schule keinen einzigen Vorteil.

„Wir hoffen, dass die Stadtverordneten unsere Fragen bei der nächsten Schulausschuss-Sitzung am 7. Juni beantworten können.“ – Sonja Petermann

Die Mitglieder der AG Hafenschule wollen ihr Anliegen jetzt verstärkt den Wiesbadener Stadtverordneten nahebringen. Schon im April hatten sie direkt vor Ort viele Fragen an den Schulausschuss der Stadtverordneten gestellt und unter anderem gefragt, welche Vorteile – insbesondere aus Sicht der Pädagogik – die Stadtverordneten dazu motiviert haben, sich für die Vorplanung zur Zusammenlegung der Hafenschule und der Erich-Kästner-Schule zu entscheiden. Bisher gibt es keine Antworten. „Wir hoffen darauf, dass die Stadtverordneten bei der nächsten Schulausschuss-Sitzung am 7. Juni unsere Fragen beantworten können. Wir werden dort auf jeden Fall mit einigen Vertretern der AG anwesend sein“, versichert Petermann.

Stand der Planungen

Das Kollegium der Hafenschule wurde Ende 2017 gebeten, unabhängig vom Standort ein pädagogisches Konzept für den Neubau der Hafenschule zu erstellen. Das geplante Konzept sieht kleine Teilbauten vor und distanziert sich klar von einem Schulneubau in einem Riegel.
Die Aussage des Ortsbeirats, eine neue Hafenschule habe mit der jetzigen Schule nichts mehr zu tun und „ein großer Klotz würde im Lindenviertel entstehen“, ist weder belegt noch durch eine tatsächliche architektonische Planung bewiesen. Sie widerspricht zudem den konzeptionellen Planungen des Kollegiums der Hafenschule.

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