Zwischen Laub und Grabsteinen duftet es nach Kaffee. Das Friedhofscafé auf dem Südfriedhof öffnet zum Austausch.
Wer denkt, ein Friedhof sei nur ein Ort der Stille, wird am Südfriedhof in Wiesbaden eines Besseren belehrt. An zwei Sonntagen im November lädt die Stadt zusammen mit der Nassauischen Blindenfürsorge zu einem geselligen Friedhofscafé. Zwischen Grabsteinen und herbstlich gefärbtem Laub öffnet sich dabei ein ungewöhnlicher Raum: für Gespräche, Begegnungen und eine Tasse Kaffee.
Begegnung nach dem Besuch
Am 2. und 23. November, jeweils von 14 bis 17 Uhr, können nach dem Grabbesuch verweilen. Bürgermeisterin Christiane Hinninger betont: „Nach dem Besuch am Grab nicht gleich alleine nach Hause zu gehen, sondern noch mit anderen ins Gespräch zu kommen – das ist die Idee hinter dem Friedhofscafé.“ Ob stille Reflexion, tiefsinniger Austausch oder einfach ein freundliches Gespräch – das Café möchte einen offenen Raum bieten.
Kaffee, Kuchen und ein Stück Stadtgeschichte
Das Friedhofscafé befindet sich im Eingangsbereich des Südfriedhofs. Neben Kaffee und Kuchen gibt es Informationsmaterialien, unter anderem zu Angeboten der Offenen Altenarbeit. Besucher entdecken so nicht nur einen Ort der Erinnerung, sondern auch der Lebendigkeit: Gespräche entfalten sich zwischen den Bäumen, während Kinder durch das bunte Laub springen und Senioren neue Bekanntschaften schließen.
Pilotprojekt mit Perspektive
Das Angebot ist zunächst ein Pilotprojekt. Bei Erfolg soll es dauerhaft etabliert werden. Die Idee, Orte der Trauer mit Momenten des Austauschs zu verbinden, trifft auf zunehmendes Interesse. Ein Ort, der verbindet, tröstet und gleichzeitig belebt – mitten im Grünen, mitten in Wiesbaden.
Archivfoto – Eingangsportal zum Südfriedhof ©2024 Volker Watschounek
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Mehr Informationen finden sich auf der Webseite der Landeshauptstadt Wiesbaden.



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