Lachende Gesichter, strahlende Augen und zufriedene Gemüter: All das hat der Freiwilligentag in Wiesbaden am Wochenende hervorgerufen – eins davon war mein.

Freiwilligentag: Bereits zum 12. Mal in Folge wurden am Samstag soziale und ökologische Einrichtungen in Wiesbaden durch die Hilfe vieler Freiwilliger unterstützt. Die Teilnehmer wie ich konnten sich für eins von 14 vielfältigen Projekte, wie das Aufrüsten mehrerer Grünanlagen und Gartengrundstücke, das Putzen von Stolpersteinen sowie das Streichen von Zimmer- und Außenwänden entscheiden. Mit dabei außer mir waren einige bekannte Gesichter Wiesbadens. Oberbürgermeister Gert Uwe Mende und Präsident der Hochschule RheinMain Prof. Dr. Reymann pflanzten am Samstag Blumen und Sträucher auf einem Grünstreifen am Platz der deutschen Einheit, um den Menschen und Bienen im Westend neue Aussichten zu bieten. Klar war, dass an diesem Aktionstag all den geschuldeten Sicherheitsmaßnahmen (Hygieneregeln) während der Projektdurchführung vollumfänglich Rechnung getragen wurde.

„Bepflanzungsaktion im Einkaufszentrum am roten Hochhaus“

Bereits ab dem 1. Juli hatte ich mir unter www.eintagsheld.de ein Projekt ausgesuicht. Ich entschied mich für das Projekt „Bepflanzungsaktion im Einkaufszentrum am roten Hochhaus“, welches von BauHaus Werkstätten und dem Stadtteilmanagement Schelmengraben koordiniert und begleitet wurde.
Wir trafen uns im Stadtteilbüro und wurden nach einer kurzen Vorstellungsrunde zunächst über die Hintergründe des Projekts informiert diesem Projekt sowie den geplanten Ablauf hinsichtlich dessen Durchführung berichtet wurde.

Schubkarrenweise Muttererde

Mit Europaletten als Boden und vorgefertigten Holzbrettern für die Seitenwände sollten insgesamt 6 Pflanzkästen entstehen, die zunächst von innen mittels Alu-Montagelochbändern unter Zuhilfenahme eines Akkuschraubers zu fixieren waren. Der nächste Schritt bestand in der Auskleidung mit Plastik-Noppenfolie, die mit Hilfe eines Klammergerätes am Holz zu befestigen war. Auch die großen Gewebeplane aus Filz wurde fixiert, was sich als der schwierigste Schritt herausstellte. Alleine war das nicht zu schaffen. Wie gut das im Team gearbeitet wurde und gleich viele unterstützende Hände unterstützten. Die Paletten standen bereits an Ort und Stelle. Den Rest haben wir hingebracht. Die Erde für die Kübel war in riesigen Säcken auf der anderen Gebäudeseite angeliefert worden und wartete schon darauf, schubkarrenweise an die jeweils gewünschte Stelle verfrachtet zu werden.

Gefragt ist Zeitmanagement

Bevor es richtig zur Sache ging, haben wir zwei Gruppen gebildet, um an unterschiedlichen Stellen gleichzeitig in Aktion zu treten. Ich bin dann doch das eine oder andere mal hin- und hergesprungen und habe geschaut, wo gerade zwei helfende Hände dringender gebraucht wurden. Es blieb nicht aus, dass wir uns das eine oder andere Mal ein wenig in die Quere kamen, zumindest insofern, dass bestimmte Gerätschaften von mehreren Leuten gleichzeitig benötigt wurden. So bei der nachfolgenden Pflanzaktion, bei der Gießkannen vorübergehend knapp wurden. Außerdem konnte der geplante zeitliche Umfang des Projekts von vier Stunden nicht eingehalten werden, weshalb ich aus Termingründen diese Aktion leider früher abbrechen musste. Mir ist bewusst, dass man nicht alles bis ins letzte Detail vorausplanen kann und schon gar nicht, wenn es dabei um den Zeitfaktor geht.

Goodie-Bag für alle Eintagshelden

Alles in allem kann ich nur sagen, es hat wirklich viel Spaß gemacht und ich habe bei dieser Gelegenheit wieder sympathische und engagierte Menschen kennengelernt. Obendrein wurden wir bestens versorgt mit Speisen und Getränken. Zum Abschluss gab es als Dankeschön noch ein Goodie-Bag für alle Eintagshelden. Wenn es mein Gesundheitszustand zulässt, bin ich auch beim nächsten Mal wieder mit von der Partie. Auch für Leute, die einfach mal ins Freiwilligen-Engagement hineinschnuppern möchten, ist dieser jährliche Aktionstag die perfekte Gelegenheit.

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Die offizielle Internetseite zum Freiwilligentag finden Sie unter www.eintagsheld.de.

 

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