Sein Gesicht war an jedem Abend auf mindestens 60 Kloleinwänden zu sehen. Er wurde als singender Handkantenschlägen bekannt und er is das erste umjubelte Idol Nachkriegs-Jungdeutschlands.

Am 29. Oktober 2017 würde Eddie Constantine 100 Jahre alt. Der gebürtige Amerikaner lebte zuletzt in Wiesbaden und gehört zu den ganz Großen, die man mit der Stadt in Verbindung bringt. Aus diesem Anlass zeigt das Caligari zwei seiner Filme.

Caligari Film Bühne, kurz gefasst

Hommage an Eddie Constantine „Tango durch Deutschland“ und „Alphaville – Lemmy Caution gegen Alpha 60“
Wann: Sonntag, 29. Oktober 2017, 17:30 und 20:00 Uhr
Wo: Caligari Film-Bühne, Marktplatz 2, 65183 Wiesbaden (Karte / Navigation)
Eintritt: 7,00 Euro, ermäßigt 6,00  Euro

Karten gibt es bei der Touristenformation und täglich von 17 bis 20.30 Uhr an der Kinokasse der Caligari Filmbühne.

Am späten Sonntagnachmittag zeigt die Caligarie Filmbühne den dokumentarischen Film „Tango durch Deutschland“.  auf der Leinwand zu sehen. Es geht darum, dass Eddie Constantine vom Tribunal die Chance erhält, ein besseres Leben zu führen, woran nicht nur er sondern der ganze Film scheitert. Der Regisseur Lutz Mommartz ist zu Gast und steht nach dem Film für ein Gespräch zur Verfügung.

„Seit Jahren war ich auf der Suche nach einem Darsteller, einem Mann, der unbeirrt der Ferne zustrebt. Seine Bewegungen sind sehr bestimmt aber gelassen. Er läuft nicht auf ein bestimmtes Ziel zu, sondern zelebriert gewissermaßen rituell, daß es um etwas geht, was alle angeht.“ Lutz Mommartz, Kamera

Um 20 Uhr folgt der Science-Fiction-Krimi „Alphaville – Lemmy Caution gegen Alpha 60“ von Jean-Luc Godard in der französischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Constantines Frau Maya sowie seine Tochter Mia sind zu Gast und geben anschließend Auskunft über Eddie Constantines Wirken und Schaffen.

„Godards durchdachte und künstlerisch überzeugende Vision eines Staates, in dem ein Elektronengehirn Denken und Fühlen der Menschen beherrscht, ist eine von realen Möglichkeiten gar nicht so weit entfernte Utopie.“ – Evangelischer Filmbeobachter

In dem Science-Fiction-Krimi aus dem Jahre 1965 gerät Privatdetektiv Lemmy Caution in die entmenschlichte Stadt Alphaville, die von einem Sicherheitssystem, genannt Alpha 60, gesteuert wird und dem sich jedes Individuum zu unterwerfen hat. Lemmy Caution soll dort den vermissten Agenten Henry Dickson suchen; doch statt mit Schurken, hat er es mit einer bestimmten Form von Rationalität zu tun. Poesie, Gefühl, Liebe stellen einen Eigensinn dar, der nicht nur der totalitären Zentrale des Überwachungsstaates Widerstand entgegensetzt.

Zur Person Eddie Constantine

Der Vater von Eddie Constantine war Russe, seine Mutter Polin. Die Eltern wanderten in die USA aus, Eddie wuchs in Los Angeles und in Providence auf. Von 1933 bis 1936 studierte er Gesang am Konservatorium in Wien, später in New York. Constantine war Chorsänger und Mitbegründer des Vokalquintetts The Five Musketeers.

1947 ging er nach London und trat auch in Pariser Nachtclubs auf. In dieser Zeit erschienen seine ersten Schallplatten. Ab 1950 trat er am Moulin Rouge in Paris auf. Mit der Nummer Schenk deiner Frau doch hin und wieder rote Rosen hatte Constantine 1953 im deutschsprachigen Raum seinen größten Hit. Seinen ersten Filmauftritt absolvierte Constantine 1952 in Egypt by Three.

Seinen Lebensabend verbrachte er in einer Jugendstil-Villa am Wiesbadener Kurpark. Eddie Constantine starb 1993 in Wiesbaden nach einem Herzinfarkt. (Quelle: Wikipedia)

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