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Genderzeichen

Kritik am Verbot von Genderzeichen: Stadtelternbeirat Wiesbaden äußert Unmut

Das Verbot von Genderzeichen in Abschlussprüfungen sorgt für Kritik. Stadtelternbeirat Wiesbaden bemängelt nicht nur die Maßnahme des Hessischen Kultusministeriums, sondern auch die undurchsichtige Kommunikation. Drohen schlechtere Prüfungsergebnisse durch unnötigen Stress?

Volker Watschounek 2 Monaten vor 0

Stadtelternbeirat Wiesbaden kritisiert Verbot von Genderzeichen in Abschlussprüfungen. Hessisches Kultusministerium wertet deren Verwendung als Fehler

In einer aktuellen Stellungnahme des Stadtelternbeirats Wiesbaden wird deutliche Kritik am kürzlich verhängten Verbot von Genderzeichen in den Abschlussprüfungen durch das Hessische Kultusministerium geäußert. Dieses Verbot, das nicht nur die Verwendung untersagt, sondern sogar als Fehler gewertet werden soll, stößt auf starken Widerstand seitens der Elternschaft.

Rat für deutsche Rechtschreibung

Seit der Einführung der Möglichkeit, sich im Personenstandsregister als Geschlecht divers eintragen zu lassen, haben Genderzeichen eine wichtige sprachliche Funktion übernommen, um auch diverse Personen angemessen zu berücksichtigen. Die bisherige Praxis an Schulen war es, inklusive Formulierungen zu akzeptieren und nicht als Fehler zu werten. Das Hessische Kultusministerium stützt sich bei seinem Verbot auf den Rat für deutsche Rechtschreibung, doch dieser betont, dass die Bewertungspraxis in der Zuständigkeit der Schulpolitik liegt.

Besonders besorgniserregend ist jedoch nicht nur das Verbot an sich, sondern auch die Art und Weise, wie es durchgesetzt wird. Die bevorstehenden Abiturprüfungen, von denen das Verbot betroffen ist, starten bereits am 17. April 2024 – nur zwei Tage nach den Osterferien. Trotzdem liegt dem Stadtelternbeirat bis dato kein offizielles Schreiben des Kultusministeriums vor. Dies führt zu einer beunruhigenden Situation, in der Schüler sich über Presseberichte über die aktuellen Regelungen informieren müssen, ohne offizielle Unterstützung seitens der Bildungsbehörde.

Schlechtere Noten befürchtet

Es besteht die reale Gefahr, dass Prüflinge erst unmittelbar vor den Prüfungen von ihren Lehrkräften über die neuen Regelungen informiert werden, was zu unerwünschtem Stress und möglicherweise negativen Auswirkungen auf die Prüfungsergebnisse führen könnte.

Die Entscheidung des Hessischen Kultusministeriums und die Art und Weise, wie sie kommuniziert wird, sorgen daher nicht nur für Unverständnis, sondern auch für erhebliche Bedenken hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Schülerinnen und Schüler.

Foto oben ©2024 Pixabay / Wiesbaden Lebt!

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Weitere Informationen vom Stadtelternbeirat in Wiesbaden finden Sie unter www.steb-wiesbaden.de

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Geschrieben von

Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.