Keine Events im Rhein-Main Congress-Centrum, keine Rheingauer Weinwoche und auch kein Sternschnuppenmarkt. Lockdown und fehlende Events lassen den Übernachtungs-Rekorde boom einbrechen.

Acht Jahre hintereinander übertraf die Stadt Wiesbaden ihre eigenen Übernachtungs-Rekorde – knapp 1,279 Millionen Übernachtungen waren es im Jahr 2019. Die Corona-Krise und die mit der Pandemie einhergehenden Reise- und Aufenthaltsbeschränkungen haben die Entwicklung abrupt beendet: Im Jahr 2020 besuchten rund 256000 Gäste die hessische Landeshauptstadt und buchten in den Beherbergungsbetrieben insgesamt 654564 Übernachtungen.

49 Prozent weniger Übernachtungem

Den vom Hessischen Statistischen Landesamt erhobenen und dem städtischen Amt für Statistik und Stadtforschung aufbereiteten Zahlen zufolge ist die ein Rückgang von 57 Prozent bei den Gästeankünften und einem 49-prozentigen Rückgang bei der Anzahl der Übernachtungen. Die Zahl der Übernachtungen in den hessischen Beherbergungsbetrieben verringerte sich insgesamt um 48 Prozent auf 18,5 Millionen.

Reisebeschränkungen, Lockdown und Grenzschließungen führten dazu, dass die Anzahl der Gäste im Binnenmarkt im vergangenen Jahr um 56 Prozent auf 210000 sank, die gut 547000 Übernachtungen entsprechen einem Minus von 46 Prozent. Bei den ausländischen Quellmärkten waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie noch deutlicher: Im Vergleich zum Vorjahr sank die Anzahl der Wiesbaden-Reisenden aus dem Ausland um 59 Prozent auf 46037, deren Übernachtungen um 59 Prozent auf 107557.

Die deutlichsten Rückgänge im Vergleich der Top Ten-Herkunftsländer gab es bei den Übernachtungen von Gästen aus den arabischen Golfstaaten.

Die USA waren mit knapp 29200 Übernachtungen das nach wie vor wichtigste ausländische Herkunftsland, auch wenn dies einem 50-prozentigen Minus im Vergleich zu 2019 entsprach. Die zweitgrößte Gästegruppe kam aus den arabischen Golfstaaten, die im vergangenen Jahr 9204 Mal (minus 68 Prozent) in der hessischen Landeshauptstadt übernachtet hat. Die Niederlande (7454 Übernachtungen, minus 42 Prozent) waren trotz Pandemie im Jahr 2020 der führende Quellmarkt in Europa und hatten damit im Vergleich zum Vorjahr Großbritannien (5565 Übernachtungen, minus 65 Prozent) überholt. Die deutlichsten Rückgänge im Vergleich der Top Ten-Herkunftsländer gab es bei den Übernachtungen von Gästen aus den arabischen Golfstaaten (minus 68 Prozent), Österreich (minus 68 Prozent) sowie Großbritannien (minus 65 Prozent).

Jeder inländische Besucher verbrachte im Durchschnitt 2,6 Nächte in der Stadt (2019: 2,1). Jeder Auslandsgast nächtigte 2,3 Mal in Wiesbaden (2019: 2,1).

Die Tourismusstatistik erfasst Betriebe mit zehn und mehr Betten sowie Campingplätze mit mindestens zehn Stellplätzen. Das Bettenangebot sank von 7673 im Jahr 2019 auf 6806 im Jahr 2020, die Zahl der Betriebe verringerte sich im gleichen Zeitraum von 83 auf 76. Die durchschnittliche Bettenauslastung sank deutlich um 19 Prozentpunkte auf 26,3. Positiv hat sich die Verweildauer entwickelt. Jeder inländische Besucher verbrachte im Durchschnitt 2,6 Nächte in der Stadt (2019: 2,1). Jeder Auslandsgast nächtigte 2,3 Mal in Wiesbaden (2019: 2,1). Vermutlich schlugen hier beruflich motivierte Langzeitaufenthalte und Einschränkungen der Reisemöglichkeiten zu Buche.

Hoffnung Sommer

Die aktuell nach wie vor geltenden Reisebeschränkungen sorgen leider auch für verhaltene Gästezahlen in den ersten Monaten dieses Jahres. Sobald sich jedoch der Reiseverkehr und der Tourismus wieder normalisieren, sind wir startklar und gut aufgestellt, versichert Martin Michel, Geschäftsführer der Wiesbaden Congress & Marketing GmbH. Umfassende Maßnahmen zum Re-Start sind bereits in der Umsetzung und weiteren Planung. Einen Baustein bildet der neue Film Wiesbaden loves you, welcher zum Jahresbeginn erschienen ist.

Foto: Hotel Mercure ©2021 Volker Watschounek

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