Die Lesben und Schwulen in der Union-LSU – verstehen sich als Interessenvertretung für Lesben und Schwule in der der CDU – aber auch überparteilich in der Stadt. Seit dem 24. Februar jetzt auch mit eigenem Kreisverband.

Zum ersten Kreisvorsitzenden der LSU Wiesbaden wählten die LSU-Mitglieder Stefan Löwer. Der 45-jährige Verwaltungsbeamte lebt mit seinem Mann im Rheingauviertel und ist seit 2015 stellvertretender Landesvorsitzender der LSU in Hessen. Seit mehreren Jahren bereits vertritt er die LSU beim Runden Tisch LSBT*IQ-Lebensweisen der Landeshauptstadt Wiesbaden. Löwer zur Seite stehen als stellvertretende Kreisvorsitzende Miriam Kempte (45, Breckenheim) und Ludwig Krammer (33, Biebrich). Zum Schriftführer wurde Andreas Liedtke gewählt (45, Mitte) und der frühere JU-Kreisvorsitzende Dennis Friedrich (25, Nordost) ist neuer Mitgliederbeauftragter. Den Vorstand komplettieren Nikolas Jacobs (30, Biebrich) und Reinhard Bauerschmitz (66, Mitte) als Beisitzer.

„Ich bin sehr glücklich, dass es uns nach Jahren der kontinuierlichen Arbeit und stetig steigenden Mitgliederzahlen gelungen ist, nun einen Kreisverband der LSU zu gründen.“ – Stefan Löwer.

Bereits seit 2013 gibt es in Wiesbaden einen regelmäßig stattfindenden Stammtisch, zu dem sich nicht nur Mitglieder treffen, sondern auch immer wieder interessante Gäste für spannende Gespräche sorgen. Der LSU Wiesbaden nimmt seit mehreren Jahren mit einem Infostand am CSD teil. Wir arbeiten aktiv am Runden Tisch LSBT*IQ-Lebensweisen und der Weiterentwicklung der Lebensqualität für alle, die sich zur Queer Community zählen, mit. Auch der CDU-Kreisvorsitzende Ingmar Jung zeigt sich stolz darauf, dass es in der Landeshauptstadt nun den ersten LSU-Kreisverband in Hessen gibt

„Wir kennen die LSU-Mitglieder hier schon lange und gut, da sie sich auf vielfältige Art und Weise in der CDU engagieren. Deshalb habe ich sie auch stets ermutigt, den Schritt zur Gründung des Kreisverbands zu vollziehen.“ – Imgmar Jung, CDU Bundestagsabgeordneter

Auf der CDU-Liste zur Kommunalwahl am 14. März kandidieren sieben Mitglieder der LSU, darunter Nikolas Jacobs (Platz 6), Dennis Friedrich (Platz 23), Matthias Block-Löwer (Platz 39) und Miriam Kempte (Platz 56). So vielfältig und ein Spiegelbild der Gesellschaft war noch keine Liste der CDU, betonte die Spitzenkandidatin der CDU Wiesbaden, Daniela Georgi, die ebenfalls ein kurzes Grußwort anlässlich der Gründungsversammlung hielt.

„Wir hoffen sehr, dass wir uns – sobald es die Infektionslage zulässt – auch wieder persönlich treffen und unsere politische Arbeit im Austausch mit anderen Gruppen und Verbänden aufnehmen können. Wichtiges Ziel dabei ist die Realisierung eines Queeren Zentrums in der Landeshauptstadt und damit ein Mehr an Sichtbarkeit für Menschen, die sich zur Community zählen, die aber auch Beratung, Schutz oder einfach den persönlichen Austausch durch Gespräche und Veranstaltungen suchen.“ – Stephan Löwer

Die Versammlung, die in einem Hybridformat stattfand, wurde vom Landesvorsitzenden der LSU Hessen, Matthias Block-Löwer geleitet. Während der Wahlvorgang im Wahllokal in der Kreisgeschäftsstelle erledigt wurde, fand der übrige Teil im mittlerweile üblichen Format als Videokonferenz statt. So konnte sich auch der LSU-Bundesvorsitzende Alexander Vogt aus Frankfurt zuschalten und eine Grußbotschaft des Bundesverbandes übermitteln.

Hintergrund

Die LSU wurde 1998 als Interessenvertretung lesbischer, schwuler, bisexueller, trans- und intersexueller Menschen (LSBTI) in CDU und CSU und der Union nahestehender Personen gegründet. Aktuell ist sie deutschlandweit in zwölf Landesverbände gegliedert und hat außer in Wiesbaden fünf Kreisverbände in Berlin. Der Bundesvorstand der CDU hat im vergangenen Jahr die Anerkennung der LSU als Sonderorganisation der Partei befürwortet, die mit der neuen Satzung und dem neuen Grundsatzprogramm umgesetzt werden soll.

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