Corona-konformer Urlaub auf Abstand ist möglich – dass sagen zumindest die Initiatoren des Camper-Protests – und fordern die baldige Öffnung der Stell- und Campingplätze.

Ganz gleich, ob 1000 oder 1200 Wohnmobile und Autos mit Wohnwagen heute in und um Wiesbaden unterwegs waren. Fest steht: Lange bevor die letzten Wohnmobile über den Gustav-Stresemann-Ring auf die Innenstadt zusteuerten, bogen bereits die ersten Camper von der Schwalbacher Straße kommend in die Biebricher Allee ein. Rund 1200 Camper aus ganz Deutschland waren dem Aufruf der Initiative „Campen mit Abstand“  gefolgt, um für die Öffnung von Campingplätzen während der Corona-Pandemie zu demonstrieren. Vom Treffpunkt in  Mainz machte sich der Wohnmobil-Korso auf den Weg nach Wiesbaden.

Schleife durch die Innenstadt

Aus Mainz kommend, über die Theodor-Heuss-Brücke fuhr der Korso in die hessische Landeshauptstadt. Über Mainz-Kastel, Mainz-Amöneburg und Biebrich weiter zum Wiesbadener Hauptbahnhof. Spätestens hier wurde das Ausmaß deutlich. Bog das Ende des Camper-Korsos  nach und nach von der Mainzer Straße in den Gustav Stresemann-Ring ein, bogen die ersten Wohnmobile hinterm Landeshaus rechts auf die Biebricher Allee ein, fuhren weiter zur A66, wo sich der Korso aufgelöst hat. Dazwischen lag die Schleife durch die Innenstadt: rechts die Bahnhofstraße runter – links in die Friedrichstraße – rechts in die Schwalbacher Straße – link in die Bleichstraße – links auf den Bismarckring – Kaiser-Friedrich-Ring und rechts auf die 

1200 Teilnehmer

Laut Auskunft des Veranstalters nahmen am Ende rund 1200 Wohnmobile und Wohnwagen-Gespanne aus ganz Deutschland an der Demonstration teil: Das waren deutlich mehr als veranschlagt und anfangs zugelassen. Den Kennzeichen zufolge kamen sie aus Bad Kreuznach, aus Alzey, aus Gerolstein, aus Rüdesheim, aus Friedberg, aus Tutlingen, aus Gießen, aus Mettmann, aus Augsburg … Glücklicherweise haben die Verkehrsbehörden dann wohl doch noch nicht an der Teilnehmerzahl auf 950 festgehalten, denn gewiesen und zur Umkehr aufgefordert wurde nach unseren Informationen niemand.

Aufhebung des Beherbergungsverbots

Mit dem Camper-Korso forderten die Teilnehmer die Aufhebung des Beherbergungsverbots auf Campingplätzen. Es gehe ihnen nicht nur darum, wieder Urlaub zu machen, sondern das Schöne mit dem Nützlichen zu verbinden. Die Campingplatzbesitzer  müssten endlich wieder aufatmen dürfen. Campen sei eine der sichersten Reiseformen. Das zu verbieten ist Gegenüber den Betreibern von Campingplätzen nicht fair.

Impressionen vom Camper-Koros

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Teilnehmer Live

Die Demo in Wiesbaden ist ein voller Erfolg. Nachdem die Veranstalter in Oberhausen mit 50 Wohnmobilen angefangen haben, waren es am 13. März in Düsseldorf schon 130, in Hamburg am 27. März 400,… am 17. April in Berlin ebenfalls 1200.

Foto oben ©2021 Volker Watschounek, Bildergalerie Deborah Furin und Volker Watschounek / Campen mit Abstand

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Die offizielle Internetseite vom Campen mit Abstand finden Sie unter campenmitabstand.de.

 

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