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Fairtrade Contigo

Zwischen Bohne und Botschaft: Wiesbaden macht Fairtrade erlebbar

Mit einer Aktion vor dem Fairtrade-Shop Contigo in der Mühlgasse hat die Landeshauptstadt Wiesbaden ein sichtbares Zeichen für fairen Handel gesetzt. Begleitet von Bürgermeisterin Christiane Hinninger bot die Aktion Informationen der Fairtrade-Steuerungsgruppe über Wiesbadens Status als Fairtrade-Town und die damit verbundenen Ziele. Beim Kaffeeausschank wurden bewusster Konsum und globale Verantwortung thematisiert.

Grafik: Kathleen Rother Redaktion 2 Monaten vor 0

Wiesbaden zeigt Flagge für fairen Handel: Eine Aktion in der Innenstadt macht Verantwortung, Konsum und globale Zusammenhänge sichtbar.

Wiesbaden stellt den fairen Handel mitten in die Fußgängerzone. Vor dem Fairtrade-Shop Contigo in der Mühlgasse hat die Stadt nicht nur Kaffee ausgeschenkt, sondern auch Aufmerksamkeit erzeugt. Passanten sind stehen geblieben, haben zugehört und nachgefragt sowie diskutiert. Die Aktion machte deutlich: Globale Verantwortung beginnt oft mit kleinen Entscheidungen – manchmal sogar mit einem Becher in der Hand.

Bürgermeisterin und Wirtschaftsdezernentin Christiane Hinninger hat den Vormittag begleitet. Sie sprach nicht von wohlklingenden Zielen, sondern von Alltagstauglichkeit. Fairer Handel soll sichtbar bleiben, greifbar werden, mitten im städtischen Leben. Seit 2012 trägt Hesses Landeshauptstadt den Titel Fairtrade-Town – und will diesen nicht nur verwalten, sondern weiterentwickeln.

Politik trifft Praxis

Die Informationen lieferte die Fairtrade-Steuerungsgruppe der Landeshauptstadt. Sie erklärte, warum der Titel mehr bedeutet als ein Etikett. Es gehe um Lieferketten, um Transparenz, um Partnerschaften. Der Kaffee fungiere dabei nur als Türöffner. Wer probiert, fragt oft weiter. Genau darauf zielt die Aktion.

Im Zentrum steht der lokale Partner Contigo. Filialleiterin Zeynep Can und ihr Team zeigen, wie fairer Handel im täglichen Geschäft funktioniert. Sie erklären, woher Produkte stammen, wie Preise entstehen und warum Verantwortung nicht an der Ladentheke endet. Das wirkt bodenständig – und überzeugt.

Strukturen statt Symbolik

Wiesbaden setzt seit Jahren auf feste Strukturen. Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft arbeiten in einer Steuerungsgruppe zusammen. Sie vernetzen Initiativen, stärken bestehende Projekte und entwickeln neue Ideen. Der faire Handel wird so nicht zum Event, sondern zum Prozess.

Die Stadt lädt ausdrücklich zum Mitmachen ein. Schulen, Vereine, Kirchengemeinden, Unternehmen, Gastronomie und engagierte Einzelpersonen können sich beteiligen. Der Anspruch bleibt offen und einladend: Fairtrade soll wachsen, nicht belehren.

Kleine Pause, große Frage

Zwischen zwei Terminen, Einkaufstaschen und Weihnachtsstadt Wiesbaden erinnerte die Aktion in der Mühlgasse daran, dass Konsum immer eine Entscheidung bleibt. Der faire Kaffee schmeckte – und regte zum Nachdenken an. Mehr verlangte dieser Vormittag nicht. Aber er erreichte viel.

Symbolfoto ©2025 AI / Wiesbaden lebt

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