Im Süden blitzt es am häufigsten. Mit Gießen und der Wetterau waren im Jahr 2017 aber auch zwei hessische Regionen in den Top Ten zu finden.

443.000 Blitzeinschläge wurden klaut Siemens 2017 in gesamt Deutschland registriert. Das waren rund 11.000 Ereignisse mehr als noch 2016. Keine Sorge, in der Langzeitbetrachtung waren es deutlich weniger Blitze. 443.000 Blitze sind der zweitniedrigste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1999. Der wievielte Blitz im Jahr 2019 am Rosenmontag die Wiesbadener Hochspannungsleitung getroffen hat, egal. Wiesbadens Energieversorger hat prompt reagiert und gehandelt.

„Wir sind froh, dass alle Vorsichtsmaßnahmen gegriffen haben und das Stromversorgungsnetz vor größeren Schäden geschützt wurde.“ – Peter Lautz, sw-netz-Geschäftsführer

Laut Protokoll ging um 14:03 Uhr in der Leitstelle der Stadtwerke Wiesbaden Netz GmbH (sw netz) eine Fehlermeldung ein: Nach der Schutzabschaltung einer Hochspannungsleitung war die Stromversorgung Richtung Innenstadt unterbrochen. Bereits 12 Minuten später konnten die Techniker der sw netz durch die sofortige Umschaltung aller betroffenen Netzteile wieder alle Wiesbadenerinnen und Wiesbadener stabil mit Strom versorgen.

 „Die Kollegen in der Leitstelle und vor Ort sowie die Helfer der Feuerwehr haben tolle Arbeit geleistet. Ihnen ist zu verdanken, dass die Bürgerinnen und Bürger in der Innenstadt wieder so schnell mit Energie versorgt werden konnten.“ – Peter Lautz, sw-netz-Geschäftsführer

Die Rekonstruktion der Ereignisse ergab, dass ein Blitzeinschlag bei Laubenheim für die Unterbrechung verantwortlich war. In der Folge hatte im Umspannwerk Ost ein Überspannungsableiter die hohe Spannung aufgenommen, um das Übertragungsnetz zu schützen. Die Energie des Blitzes war so hoch, dass es zu einem Überschlag kam und der Ableiter verschmorte. Kleine Anteile brannten. Die Feuerwehr war vor Ort; die Flammen verlöschten nach Abschaltung der Leitung von selbst. Der Schaden im Umspannwerk wurde noch gestern Abend repariert.

 

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