Birnen sind Kernobstgewächse und gehören wie Äpfel, Aprikosen und Mandeln zur Familie der Rosengewächse. Sie ist reich an Vitamin C und Mineralstoffen.

Vielen Ältere denken bei Birnen gleich an die Schulzeit, an Theodor Fontane und sein Gedicht Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland. Von der Vielfalt der Birne, hatten Mitte des 19 Jahrhunderts die wenigsten Kenntnis. Und fragen Menschen heute im Supermarkt nach speziellen Sorten, ernten sie oft fragende Blicke.

Landesmuseum, kurzgefasst

Ausstellung – Birnen aus unserer Region
Wann: ab dem 21. August 2020
Öffnungszeiten: 
Montags geschlossen, dienstags und donnerstags, mittwochs und freitags 10:00—17:00, samstags, sonntags und feiertags So 10:00—18:00 Uhr
Wo: Hessisches Landesmuseum für Kunst und Natur, Friedrich-Ebert-Allee 2, 65185 Wiesbaden (Anfahrt planen)
Eintritt: Dauerausstellung 6,- Euro (4,- Euro ermäßigt) Pädagogische Gruppen und zwei Begleitpersonen  erhalten freien Eintritt in die  Dauer- und Sonderausstellungen des Museums Wiesbaden. Eintritt frei für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

Vor allem ältere Verkäuferinnen wissen dann nich zu unterscheiden zwischen Tafelbirne und Kochbirne. Und da hört es dann meistens auf. Wie bei den Äpfeln, gibt es sie auch bei den Birnen, die Namens-Vielfalt. Sie heißen Clapps Liebling, Abate Fetal, Gute Luise oder Andenken an den Kongress, Schweizerhose oder Kerwebirn. Schon Homer berichtet von der Frucht. Sie stammt ursprünglich aus dem Kaukasus und Anatolien und wurden bereits vor 3000 Jahren von Südostasien nach Europa gebracht. Einige davon wachsen auch in Wiesbaden.

Über 60 Birnensorten

Die Kuratoren im Museum Wiesbaden haben sich dem Thema und der Artenvielfalt angenommen. Über 60 Birnenarten haben sie zusammengetragen. In den Räumen der Dauerausstellung Ästhetik der Natur zeigen  sie von Freitag bis Ende September, welche Vielfalt die Streuobstwiesen und Obstgärten vor Wiesbadens Toren jedes Jahr hervorbringen. Im Oktober schließt sich eine Sortenausstellung zum Thema Äpfel an. (Foto: ©2020 Alicja auf Pixabay)

Im Memoriam

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
Und kam die goldene Herbsteszeit

Und die Birnen leuchteten weit und breit,
Da stopfte, wenn’s Mittag vom Turme scholl,
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll,
Und kam in Pantinen ein Junge daher,
So rief er: »Junge, wiste ’ne Beer?«
Und kam ein Mädel, so rief er: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick hebb ’ne Birn.«

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Die offizielle Internetseite vom Museum Wiesbaden finden Sie unter museum-wiesbaden.de.

 

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