20 von 30 Karstadt Sports-Filialen werden geschlossen. Mit dabei die Wiesbadener Filialen. Bietet sich die Gelegenheit für einen neuen Platz in der Fußgängerzone?

 Nach der Ankündigung des Galeria Karstadt Kaufhof-Konzerns, seine beiden Wiesbadener Karstadt sports-Geschäfte zu schließen, fordert die FDP-Rathausfraktion den Magistrat auf, proaktiv auf die Eigentümer der Liegenschaft in der Langgasse 5-9 zuzugehen, um gemeinsam Perspektiven für die Entwicklung des Standortes zu entwickeln. Hierzu erklären der Fraktionsvorsitzende Christian Diers und der wirtschaftspolitische Sprecher Lucas Schwalbach, dass ein Jahrelange Leerstand zu befürchten sei.

„Mit der Schließung des Sportfachgeschäftes fallen viele Arbeitsplätze weg. Bei dem beschleunigenden Strukturwandel dürfte es schwierig werden werden, eine derart große Einzelhandelsfläche zu vermieten. An diesem Punkt treffen sich die Interessen des Eigentümers und der Stadt.“ – Christian Diers und Lucas Schwalbach, FDP

Die Freien Demokraten verweisen auf die Prognosen von Wissenschaftlern und des Handelsverbandes, dass die Nachfrage nach Verkaufsflächen in den deutschen Innenstädten in den nächsten Jahren immer weiter abnehmen wird. Daher bedürfe es eines Wandels der Fußgängerzonen. Shoppingmeilen müsseen sich zu attraktiven Mischgebieten aus Wohnen, Arbeit, Gastronomie, Freizeit- und Einzelhandelsangeboten sowie sozialer Infrastruktur entwickeln.

 „Die Stadt sollte die Schließung auch als Chance für den notwendigen Umbau der Fußgängerzone begreifen. Dabei müssen alle Optionen auf den Tisch. Möglich wäre beispielsweise ein Ankauf des Grundstücks durch die Stadt und anschließender Abriss des Gebäudes.“ – Christian Diers

Ein kleiner Teil des Grundstücks könnte zur Finanzierung des Ankaufs hochwertig bebaut werden, der Rest als Schützenhofplatz für die Allgemeinheit freigegeben werden, so die Überlegungen von Diers. Die Langgasse könnte so mit der Wiesbadener Altstadt verschmelzen. Alternativ käme auch ein Abriss mit anschließendem Bau eines Wohnhauses mit kleinen Einzelhandelsflächen durch den bisherigen Eigentümer in Frage oder eine Zwischennutzung als Ausweichquartier für das Staatstheater in Frage.

Man stehe erst am Anfang

Diers betont, dass man noch am Anfang der Überlegungen stehe: Wir wünschen uns, dass der Magistrat die Gelegenheit beim Schopf packt und eigene Vorstellungen zur zukünftigen Entwicklung der Innenstadt entwickelt. Nur wenn Stadt- und Verkehrsplanung, Wirtschaftsförderung, Einzelhandel und Immobilienbesitzer an einem Strang ziehen, wird unsere Innenstadt eine Zukunft haben.

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