46 Millionen Erwerbstätige halten Deutschland 2025 stabil. Dienstleister jubeln, Bau und Industrie stöhnen – und die Arbeitslosigkeit schaut spitzbübisch zu.
Die deutsche Arbeitswelt zeigt sich 2025 stabil, fast schon stoisch. Rund 46,0 Millionen Menschen gingen im Jahresdurchschnitt einer Erwerbstätigkeit nach – ein Wert, der die Bestmarke des Vorjahres nur um 5 000 Personen verfehlte. Nach Jahren stetigen Wachstums verzeichnete die Statistik damit erstmals seit 2024 eine leichte Atempause.
Dienstleistung zieht an, Industrie verliert
Die Dynamik verlagerte sich deutlich in den Dienstleistungssektor. Hier stiegen die Beschäftigungszahlen spürbar, während das Produzierende Gewerbe und das Baugewerbe merkliche Verluste hinnehmen mussten. Ingenieure, Handwerker und Fabrikarbeiter spüren die Verschiebung am eigenen Leib, während Büros, Callcenter und Pflegeeinrichtungen Personal aufstocken. Die Arbeitswelt formt sich neu, auch wenn die Gesamtzahl der Erwerbstätigen fast unverändert bleibt.
Arbeitslosigkeit steigt spürbar
Für alle, die nicht ins Dienstleistungsboot klettern konnten, wird die Situation spürbar enger: Die Zahl der Erwerbslosen wuchs 2025 im Jahresdurchschnitt um 161 000 Menschen. Die Statistik macht damit deutlich, dass das geringe Plus bei der Beschäftigung nicht automatisch Entlastung auf dem Arbeitsmarkt bringt.
Ein Blick zurück
Seit 2006 hatte die Erwerbstätigkeit fast durchgängig zugenommen, nur die Corona-Krise unterbrach den Trend. Zwischen 2021 und 2023 legte der Arbeitsmarkt kräftig zu, ehe der Zuwachs Anfang 2024 auf ein Minimum schrumpfte. Nun, 2025, hat der Arbeitsmarkt nach dem Höchststand des Vorjahres eine kleine Verschnaufpause eingelegt – ohne jedoch an Fundamentalkraft zu verlieren.
Fazit
Die Beschäftigung verharrt auf hohem Niveau, doch die Unterschiede zwischen den Branchen vertiefen sich. Während die einen neue Jobs schaffen, verlieren andere stetig Boden. Ein Trend, der zeigt: Stabilität kann trügerisch sein, und der Arbeitsmarkt bleibt in Bewegung – auch wenn es nur um 5 000 Personen geht.
Symbolfoto ©2025 KI-generiert
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