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Männerwohnheim: „Mehr als nur ein Dach über dem Kopf“

Die durch die SEG fertiggestellten neuen Bauten verbessern die Wohnqualität im Männerwohnheim der Heilsarmee deutlich. Auch Menschen, die auf Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind, kommen dort jetzt problemlos unter. Die ersten können dort ab Am 6. März übernachten.

Volker Watschounek 1 Jahr vor 0

Seit 1957 gewährt die Heilsarmee im früheren Hofgut des Fürsten von Schwarzenberg Obdachlosen und Wohnungslosen ein sauberes und warmes Bett und betreibt dort ein Männerwohnheim.

Am 10. August 2018 hatte das Gesundheitsamt für alle überraschend die zum Wohnbereich zählenden Baracken auf dem Grundstück in der Schwarzenbergstraße wegen hygienischer Mängel geschlossen. Der Verantwortung gegenüber den Männern bewusst, ist aus dem Todesstoß und mit Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung gleich der Wille entstanden, Wiesbadens als Kümmerer auszuzeichnen. Keine vier Jahre später wurden heute am 27. Februar 2022 an gleicher Stelle zwei  Neubauten eingeweiht. Die Neubauten ergänzen das unter Denkmalschutz stehende Männerwohnheim, das ehemaligen Hofgut des Fürsten von Schwarzenberg, nicht zur um zwei Nebengebäude. Sie machen das Männerwohnheim der Heilsarmee in Wiesbaden zu einem echten Zuhause. Zu einem Wohnheim, das mit seiner durchdachten Struktur und seinen Möglichkeiten in Deutschland seinesgleichen sucht, so Heimleiter Hans-Jürgen Schürmann.

„Es gibt in Deutschland kein anderes Männerwohnheim, das so breit aufgestellt ist wie unseres: 80 Betten für den Durchgangsbereich und etwa zehn Betten im Wohnheimbereich. Mit der Situation, die wir hier geschaffen haben, sind wir jederzeit in der Lage die Bettenkapazität schnell um 50-60 Betten zu erhöhen.“ – Hans-Jürgen Schürmann

Im größeren der beiden Gebäude befinden sich zwei rollstuhlgerechte Doppelzimmer mit einem behindertengerechten WC sowie zehn klassische Doppelzimmer mit angrenzendem Sanitärbereich. Zimmer für kranke Personen, die etwa aus dem Krankenhaus kommen und nachbehandelt werden müssen. Zimmer für andere besondere Fälle. Über den Eingangsbereich kommt man ins zweite Obergeschoss, wo weitere 13 Doppelzimmer zur Verfügung stehen. Insgesamt gibt es in dem Gebäude 25 Doppelzimmer, die insbesondere für längerfristige Aufenthalte vorgesehen sind. In dem eingeschossigen Gebäude in unmittelbarer Nähe befinden sind drei Doppelzimmer mit Sanitärbereich und einem großen Lager. Tapeten oder Putz fehlt in den Zimmern gänzlich. Sie sind so eingerichtet, dass die Wände einfach zu reinigen und nötigenfalls auf zu desinfizieren sind.

„Wenn Menschen jahrelang obdachlos sind und auf der Straße einiges durchmachen mussten, bleibt es leider nicht aus, dass einige psychische oder verhaltensbedingte Auffälligkeiten entwickeln. Dem werden wir in dem eingeschossigen Gebäude gerecht.“ – Christoph Manjura

Wir haben es gesehen, der Winter ist wieder da. Der Neubau sei genau zum richtigen Zeitpunkt fertig geworden, so Alexander Scholz (Grüne), Ortsvorsteher im Stadtteil Südost. Die neuen Gebäude des Wohnheims seien aber nicht nur 56 Schlafplätze, das Heim ziehe wieder dorthin zurück, – wo es Jahrzehnte gewesen war. Die Menschen, die während der Bauphase in andere Unterkünfte ausweichen mussten, können jetzt wieder an ihrem gewohnten Platz zurückkehren.

„Das Männerwohnheim gibt den Bewohnern ihr zu Hause zurück. Es stärkt die Gemeinschaft untereinander. Das Wohnheim ist mehr als nur ein Schlafplatz.“Alexander Scholz

Das Männerwohnheim der Heilsarmee gibt den hier lebenden Menschen eine Gemeinschaft, Halt und Heimat. Mit dem Neubau wurde die Zahl der Betten im Vergleich zu 2018 erhöht. Es gibt Menschen, die mit dem Leben in eigenen vier Wänden überfordert wären. Sie finden in der Schwarzenbergstraße ein Maß an Betreuung und sozialen Halt.

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Fotos ©2023 Volker Watschounek

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Die Internetseite des Männerwohnheims der Heilsarmee finden Sie unter www.heilsarmee.de.

 

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Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.