Nach Schneebruch wächst die Fasanerie neu: Großvoliere eröffnet, Waltrappen ziehen ein, Engagement zeigt Wirkung.
Die neue Großvoliere in der Fasanerie Wiesbaden steht. Sie spannt sich über ein Gelände, das vor wenigen Jahren noch von Schneebruch gezeichnet war. 2023 zerstörte ein Wintereinbruch die alte Anlage vollständig – jetzt wächst an gleicher Stelle eine moderne Struktur, die mehr kann als nur schützen. Sie erzählt von Ausdauer, Planung und einem bemerkenswerten Zusammenspiel vieler Akteure.
Vom Schaden zur Chance
Was wie ein Rückschlag beginnt, entwickelt sich zur Gelegenheit. Die Verantwortlichen planen neu, denken größer, bauen nachhaltiger. Die neue Großvoliere erfüllt nicht nur technische Anforderungen, sie verbessert auch die Bedingungen für Tiere und Besucher. Wege öffnen sich, Blickachsen entstehen, Räume wirken durchdacht.
Der Förderverein Fasanerie Wiesbaden e. V. greift dabei tief in die Tasche und steuert rund 210.000 Euro bei – der größte Einzelbeitrag in einem Projektvolumen von etwa 360.000 Euro. Zahlen, die nicht nur beeindrucken, sondern auch zeigen: Hier engagiert sich eine Gemeinschaft, die Verantwortung übernimmt.
Seltene Gäste mit großer Bedeutung
Besondere Aufmerksamkeit gilt den neuen Bewohnern. Acht Waltrappen ziehen in die Anlage ein – eine Vogelart, die in Europa lange verschwand und heute unter strengem Schutz steht. Mit ihrem markanten Erscheinungsbild wirken sie fast wie Boten aus einer anderen Zeit.
Doch sie sind mehr als eine zoologische Attraktion. Ihre Ansiedlung zeigt, dass Artenschutz vor Ort konkret wird. Die Fasanerie wird damit zum Lernort, an dem Besucher nicht nur schauen, sondern verstehen.
Engagement, das wirkt
Seit Jahren begleitet der Förderverein die Entwicklung der Fasanerie. Er finanziert, unterstützt, treibt an. Projekte zur Modernisierung und zur Verbesserung der Tierhaltung tragen seine Handschrift. Die neue Großvoliere fügt sich nahtlos in diese Reihe ein – und setzt zugleich einen neuen Maßstab.
Die Eröffnung am 28. Mai bringt Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen. Man stößt an, man blickt zurück, man schaut nach vorn. Und vielleicht hört man zwischen Gesprächen und Gläserklirren auch das leise Rascheln von Flügeln – als Hinweis darauf, dass hier etwas gelungen ist.
Symbolfoto – Die neue Großvoliere in der Fasanerie Wiesbaden bietet bedrohten Arten wie den Waltrappen ein sicheres Zuhause. ©2026 KI-generiert
Weitere Nachrichten aus dem Stadtteil Klarenthal lesen Sie hier.
Die Webseite vom Tier- und Pflanzenpark Fasanerie finden Sie hier.



Tanztee im Salon Liesel: „Gemeinsam aus der Einsamkeit“
Feuer machen in der Fasanerie erleben
Kreativ im Grünen: Skulpturen für Muttertag basteln
Auf leisen Pfoten durch die Fasanerie
„Teens in den Park“, Natur erleben praxisnah
Mit Blüten malen in der Fasanerie, Hapa-zome 
