Seit 2000 gibt es in Deutschland eine neue Fossilfundstätten: Wattendorf in Franken. In den vergangenen 17 Jahren haben Paläontologen dort rund 5.000 Fossile gefunden.

Matthias Mäuser leitet das Bamberger Naturkundemuseum und ist einer der Paläontologen, die in den vergangenen Jahren im fränkischen Wattendorf mehr als 5000 Versteinerungen ausgegraben haben.  Am 9. Mai hält Matthias Mäuser im Museum Wiesbaden einen Vortrag über Flugsaurier, Riesenschildkröten und das Leben im Urmeer der Oberen Jura-Zeit, vor etwa 150 Millionen Jahren.

Landesmuseum (Museum Wiesbaden), kurzgefasst

Vortrag: „Leben im Urmeer“
Wann: 9. Mai 2017, 18:00 Uhr
Wo: Hessisches Landesmuseum für Kunst und Natur, Vortragssaal des Museums,  Friedrich-Ebert-Allee 2, 65185 Wiesbaden (Karte / Navigation)
Eintritt:  frei

In seinem Vortrag geht der Wissenschaftler intensiv auf die die Bergungsgeschichte ein – besonders auf die Fundstätte, die wissenschaftlich ebenso bedeutend ist wie die der südlichen Frankenalb um Solnhofen und Eichstätt, wo berits früher der berühmte Urvogel Archäopteryx gefunden wurde.

Flugsaurier, Fische und Krebse

Neben einer Vielzahl attraktiver Fische, Krebse oder Krokodile machte das Team des Bamberger Naturkundemuseums in Wattendorf auch andere außerordentliche Funde. Mäuser berichtet von einem sehr gut erhaltenen und einzigartigen Flugsaurier mit 400 Zähnen und von einem besonders großen Schildkrötenfund. Im Vortrag erzählt er auch über deren Entdeckungsgeschichte und ihre aufwendige Präparation.

Unnützes Wissen

Die Flugsaurier (Pterosauria) sind ausgestorbene Reptilien, die etwa gleichzeitig mit den Dinosauriern lebten und wie ebendiese zur Gruppe der Ornithodira innerhalb der Archosauria gehörten. Sie waren durch ihre großen, tragflächenartigen Flughäute als erste Wirbeltiere in der Lage, aktiv zu fliegen. Die späteren Vögel und Fledertiere entwickelten ihr Flugvermögen jeweils eigenständig.

Die frühesten Funde von Flugsauriern reichen zurück bis in die untere Obertrias (Karnium) vor etwa 228 Millionen Jahren. Sie waren auf der Erde präsent bis zum großen Massenaussterben an der Wende von der Kreidezeit zum Paläogen (Kreide-Tertiär-Grenze) vor etwa 65 Millionen Jahren.

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