24 Begegnungen, 14 zu 10 Siege zugunsten der Stuttgarter. Nach Sätzen steht es 52:43. Vorteil Stuttgart.

25:20; 23:25; 25:20 und 25:15 – das liest sich deutlich besser als zuletzt. Dennoch, Wiesbadens Volleyballerinnen haben auch ihr drittes Pflichtspiel  mit beim amtierenden Deutschen Meister Allianz MTV Stuttgart  verloren. 

„Auch wenn heute vielleicht mehr möglich gewesen ist, fahren wir mit einer positiven Einstellung zurück nach Wiesbaden.“ – Libera und MVP-Gewinnerin Lisa Stock

In der Tat gestaltete sich das Match von Beginn an ausgeglichen. Beide Teams fanden schnell in die Partie und konnten in allen Spielelementen erste Punkte sammeln. Bis zum 21:20 schaffte es niemand, sich vom Gegner abzusetzen. Doch dann waren es die Stuttgarterinnen, die den Druck erhöhten, den VCW zu Fehlern zwangen und so mit 25:20 den ersten Satz für sich 1:0-Satzerfolg entschieden. Der zweite Satz startete hingegen kurios: Die druckvollen Aufschläge von Diagonalangreiferin Frauke Neuhaus ließen den Stuttgarter Annahmeriegel wackeln und brachten dem VCW eine 1:8-Führung zur ersten technischen Auszeit ein.

„Ich denke, wir haben stark aufgespielt und Stuttgart über weite Strecken unter Druck gesetzt. In den entscheidenden Phasen am Satzende haben wir jedoch einige Eigenfehler zu viel gemacht.“ – Libera und MVP-Gewinnerin Lisa Stock

Das Blatt kehrte sich. Die Gastgeber fanden in die Partie und machten ihrerseits sieben Punkte am Stück zum 8:8 Ausgleich. Das Spiel war wieder völlig offen und entschied sich erst in der Crunch-time. Beim Spielstand von 22:23 waren es aber diesmal die Wiesbadenerinnen, die die Oberhand behielten und sich den wichtigen Satz nicht mehr nehmen lassen wollten. Nach einem Angriffsfehler von Stuttgarts Außenangreiferin Channon Thompson nutzte Frauke Neuhaus ihre Punktchance und verwandelte den ersten Satzball mit einem wuchtigen Angriffsschlag. Mit einem 22:25-Satzerfolg ging es in die Pause.

Ich denke, wir haben in den ersten beiden Sätzen gezeigt, welches Potential in unserem Team steckt und uns mit dem Satzerfolg belohnt.“ –  Außenangreiferin Lena Vedder.

Nach zwei gespielten Sätzen war das Spiel nun wieder ausgeglichen und der Ausgang offen. In Satz drei konnte sich Stuttgart, anders als in den beiden vorigen Sätzen, von Beginn an leicht absetzen und spielte stets mit einem Vorsprung von zwei bis drei Punkten. Zwar war der VCW immer in Schlagdistanz und gegen Ende des Satzes dicht am eigenen Satzerfolg dran (21:19, 22:20), doch die Stuttgarterinnen bewiesen in den entscheidenden Phasen Nervenstäke und gaben die Führung nicht mehr aus der Hand. Der dritte Satz endete wie der erste mit 25:20.

„Wir standen heute in der Annahme gut und haben über das gesamte Spiel deutlich weniger Fehler gemacht als noch gegen Potsdam.“ Christian Sossenheimer

Im vierten und letzten Satz brachten die Gastgeberinnen schließlich ihr gesamtes Können auf das Feld und zeigten, warum sie zurecht nach vier Spieltagen ohne Punktverlust auf Platz eins in der Tabelle stehen. Vor 2004 Zuschauern gewann Stuttgart den spielentscheidenden vierten Satz deutlich und verdient mit 25:15.

Ausblick

Bis zum nächsten Pflichtspiel bleibt dem VC Wiesbaden eine Woche Zeit, um zu analysieren wie die letzten Schwächen beseitigt werden können. Nächster Woche Samstag, am 2.11.19, steht mit dem DVV-Pokal-Achtelfinale das nächste wichtige Spiel für den VC Wiesbaden an. In der Palmberg Arena geht es ab 19:00 Uhr gegen den amtierenden Pokalsieger SSC Palmberg Schwerin. (Bild: Detlev Gottwald)

Ergebnisse, 1. Volleyball Bundesliga, Damen, 2019.2020, 3. Spieltag

Sa, 26.10.19 18:00 Aachen Straubing 3:0 / 75:58 (25:17 25:19 25:22)
Sa, 26.10.19 19:00 Suhl Dresden 1:3 / 89:101 (21:25 25:23 26:28 17:25)
Sa, 26.10.19 19:30 Stuttgart Wiesbaden 3:1 / 98:80 (25:20 23:25 25:20 25:15)
Mi, 30.10.19 19:10 Vilsbiburg Schwerin Ballsporthalle Vilsbiburg 

Tabelle, 1. Volleyball Bundesliga, Damen, 2019.2020, 3. Spieltag

Mannschaft Siege Sätze Punkte
1Allianz MTV Stuttgart 4412:0212
2Ladies in Black Aachen 4412:0410
3SC Potsdam 3309:038
4SSC Palmberg Schwerin 3208:057
5USC Münster 4207:076
6Rote Raben Vilsbiburg 2206:035
7Dresdner SC 4106:104
8NawaRo Straubing 4103:093
9Schwarz-Weiß Erfurt 3004:091
10VC Wiesbaden 3003:091
11VfB Suhl LOTTO Thüringen 4003:120

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Die offizielle Internetseite des VC Wiesbaden finden Sie unter www.vc-wiesbaden.de.

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