In ein paar Wochen schlüpfen die Raupen der Eichenprozessionsspinner (EPS). Wiesbaden trifft daher Vorkehrungen zum Schutz der Bevölkerung und ruft zugleich zur Vorsicht auf.

Seit einigen Tagen ist in Wiesbaden eine Grünpfleger und Grünschützer unterwegs um in den Baumkronen von Eichen ein spezielles Mittel zur Bekämpfung der Eichenprozessionsspinner zu versprühen. Die Arbeiten dauern je nach Witterung voraussichtlich bis Mitte oder Ende Mai.

„Damit sich unsere Bürger in unseren Grünanlagen und unter unseren Straßenbäumen sicher fühlen können, gehen wir wieder gegen die Raupen de Eichenprozessionsspinner vor.“ – Grünflächenamtsleiterin Gabriele Wolter.

Über 1500 Bäume werden von einer speziell ausgebildeten und ausgerüsteten Firma auf öffentlichen Flächen im Stadtgebiet Wiesbadens behandelt. Der jeweilige Baumstandort wird nur für kurze Zeit angefahren und abgesperrt: solange, bis die Spritzmaßnahmen durchgeführt sind. Für den Menschen ist das eingesetzte Mittel ungefährlich und bekämpft die Eichenprozessionsspinnerlarven selektiv. Es handelt sich hier um einen speziellen Stamm des Bacillus thuringiensis.

Wer jetzt gegen den Schädling vorgeht, kann mit vergleichsweise geringem Aufwand den Massenbefall von Bäumen und den damit verbundenen gesundheitlichen Risiken für Menschen zuvor zu kommen.“ – Grünflächenamtsleiterin Gabriele Wolter.

Da das Mittel mit einem Hochdruckgebläse in die Kronen der Eichen besprüht wird, kann es zu Lärmbelästigungen kommen. Die Arbeiten werden allerdings außerhalb der Nachtruhe durchgeführt, so dass mit keiner echten Ruhestörung zu rechnen ist. Nach dem Spritzmitteleinsatz kann es notwendig sei, an einigen Standorten noch Nester abzusaugen. Für Hinweise auf entsprechende Nester ist Roland Beek von der Baumpflege des Grünflächenamtes sehr dankbar.

„Immer wieder erreichen uns Meldungen von aufmerksamen Anwohnern, die vermeintliche Fundorte der Eichenprozessionsspinner melden. Häufig handelt es sich allerdings um Larven von anderen ‚Spinnern‘, wie zum Beispiel  der Gespinstmotte. Diese ‚verpacken‘ ihre Wirtsbäume und –sträucher wie der Künstler Christo seine Objekte.“Roland Beek, Baumpflege des Grünflächenamtes

Sollten Passanten einen Larvenbefall feststellen, sollte sofort die Feuerwehr unter der Telefonnummer 112 informiert werden. Diese sorgt für die Absperrung des betroffenen Bereiches und gibt die Meldung an die zuständigen Stellen der Stadtverwaltung weiter. Von dort werden die erforderlichen Maßnahmen koordiniert. Von der Beseitigung sollte man selbst aus gesundheitlichem Interesse unbedingt Abstand nehmen und das den Fachleuten überlassen.

„Die befallenen Gehölze werden sehr häufig komplett kahl gefressen, treiben aber spätestens mit dem Johannistrieb wieder aus. Die Gespinste sind nicht gefährlich und zerfallen irgendwann von alleine.“ – Roland Beek, Baumpflege des Grünflächenamtes

Hintergrund. Die Raupe des Eichenprozessionsspinners ist seit einigen Jahren in Wiesbaden auf vielen Eichen ein Bewohner, dessen Raupenhaare wegen der Wiederhaken nach Kontakt Juckreiz und Ausschläge auslösen oder bei entsprechender Veranlagung auch zu einem allergischen Schock führen können. (Foto: Eichenprozessionsspinner / Andreas März / CC-BY-SA 2.0 / Flickr)

Eichenprozessionsspinner‐Larven‐Bekämpfung

Die nachfolgend genannten Unternehmen haben hier Erfahrung und können weiter helfen.

MB-Baumdienste GmbH
Hofgut Hof Häusel
65817 Eppstein
Telefon +49 6198 / 307 55 40, E-Mail service@mb-baumdienste.de 

Garten- und Landschaftsbau GbR Gebr. B. und M. Krämer
Huthmacherstraße 7
65931 Frankfurt am Main
Telefon: +49 69 / 37 37 05, E-Mail markus.neu@gebr-kraemer.de

Leitsch Baumpflege
Mühlstrasse 10
64569 Nauheim
Telefon: +49 6152 71 07 040, info@eiko‐leitsch.de

Eine vollständige Liste mit allen Unternehmen aus dem Umkreis, mit denen die Stadt Wiesbaden gute Erfahrungen ramscht hat, können Sie sich hier herunterladenWeitere Beratung bietet der Umweltladen in der Luisenstraße 19 an.

Weitere Nachrichten vom Grünflächenamt lesen Sie hier.

Die offizielle Internetseite vom Umweltladen finden Sie im internet unter www.wiesbaden.de

 

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