Regnet’s am Siebenschläfertag, der Regen sieben Wochen nicht weichen mag. Oder, scheint am Siebenschläfer die Sonne, gibt es sieben Wochen Wonne. 

Seit Sonntag ist eine ausgewachsene Hitzewelle heran gerollt. Zunächst wurde es nur im Westen heiß, dann breiteten sich überall 30 Grad bis 35 Grad aus, örtlich sind zum Siebenschläfer Tag sogar rekordverdächtige 40 Grad nicht auszuschließen. Bereits am Sonntag waren entlang des Rheins Temperaturen von bis zu 30 Grad normal. Montag und Dienstag kletterten die Temperaturen bei strahlendem Sonnenschein dann landesweit über die 30-Grad-Marke. Der Höhepunkt der Hitzewelle wird in der zweiten Wochenhälfte erreicht. Dann ist bei Werten zwischen 35 bis 40 Grad Schwitzen angesagt, sagt Habel, schränkt allerdings ein: Ob die 40-Grad-Marke geknackt wird, ist noch unsicher, aber nicht auszuschließen.“ Auch nachts wird es sehr warm, die Temperaturen sinken kaum noch unter 20 Grad ab, in den Innenstädten bleibt es nachts noch wärmer.

Hitze zum Siebenschläfer-Tag

Zum Siebenschläfer-Tag am 27. Juni könnte sich der Höhepunkt der Hitze einstellen. Könnten wir der Bauernregel trauen, müsste es nun sieben Wochen heiß bleiben, so der Meteorologe. Wie sich die Witterung im Hochsommer allerdings entwickelt, ist trotz der Bauernregel völlig offen. Dass der Wetterverlauf für sieben Wochen an einem einzigen Tag entschieden wird, ist totaler Quatsch!, beruhigt Habel.

Siebenschläfer-Zeitraum und die Kalenderreform

In Anlehnung an die Siebenschläfer-Regel kann man allerdings den mehrtägigen Siebenschläfer-Zeitraum von Ende Juni bis etwa zum Ende der ersten Juliwoche betrachten. Dieser Zeitraum ist gegen den eigentlichen Siebenschläfer-Tag nach hinten verschoben. Grund dieser Verschiebung gegenüber dem kalendarischen Siebenschläfertag ist die Kalenderreform des Jahres 1582. Damals wurden auf Anordnung des Papstes zehn Kalendertage übersprungen. Da die meisten Bauernregeln aber vor dieser Kalenderreform geprägt worden sind, hat sich damit auch ihr Bezugsdatum um zehn Tage verschoben. Kurz: Der 27. Juni vor dieser Reform entspricht seither dem Tagesdatum des 7. Juli.

Was ist nun dran an der Siebenschläfer-Regel?

Viel ist an der Regel nicht dran, sagt Matthias Habel. Ihre Eintreffwahrscheinlichkeit beträgt im Binnenland etwa 55 bis 60 Prozent, lediglich in Süddeutschland ein wenig mehr als 60 Prozent., weiß Habel und gibt zu bedenken: Alle gängigen Wettermodelle, auf die wir Meteorologen uns mit den Wettervorhersagen stützen, erreichen eine höhere Genauigkeit. Wem es kommende Woche zu heiß wird, muss also nicht befürchten, dass die Hitze uns nun sieben Wochen lang begleitet.

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