Die rollenden Wiesbadener Korbjäger haben das erste Play-off-Match im Kampf um die Deutsche Meisterschaft mit 56:77 (30:41) verloren.

Ein hervorragendes zweites Viertel (20:18) und eine starke kämpferische Leistung genügten am Samstagabend nicht, um dem großen Favoriten über die komplette Spielzeit die Stirn bieten – doch der Reihe nach. Headcoach Marco Hopp ließ seine schnelle Formation um Gray, Amacher, Hopp, Malsy und Svenja Mayer in die Partie gegen den Tabellenführer starten. Ein Line-up, dass die Anfangsphase der Partie offen gestalten konnte (4:4), ehe eine knapp viereinhalbminütige Durststrecke den Favoriten aus Elxleben auf 4:15 davonziehen ließ. Erst ein Mitteldistanzwurf vom ehemaligen Bulls-Spieler Marvin Malsy zum 6:15 beendete die Leidenszeit der Zuschauer in der Sporthalle Klarenthal, die mit ansehen mussten, wie der Vizemeister auf 10:23 zum Viertelende davonzog.

„Ich denke, dass wir insgesamt ein gutes Spiel abgeliefert haben. Trotz der Niederlage bin ich zufrieden mit unserer Teamleistung.“ – Marvin Malsy

Was in den zweiten zehn Minuten folgte, war der Beweis dafür, dass die Rhinos zurecht den vierten Play-off-Platz ergattert hatten. Statt sich dem Starensemble aus dem Landkreis Sömmerda zu ergeben, rackerten und ackerten Amacher, Spitz & Co. fleißig weiter, um den Rückstand auf sechs Punkte nach sieben gespielten Minuten im zweiten Viertel zu verkürzen. Während sich die Zuschauer leicht verwundert die Augen rieben, reagierte Gästetrainer Michael Engel derart, dass er seinen Topscorer, Alex Halouski, wieder aufs Feld schickte. Ob es an der Präsenz des gebürtigen Weißrussen oder dem RSB-Team selbst lag, ist nicht bekannt, auf jeden Fall netzte der Gast aus Thüringen sechs Punkte in Folge ein, um das Punktepolster eine Minuten vor dem Pausentee auf 27:39 zu erhöhen. Zwei weitere Treffer von Maurice Amacher und Matthias Günter sowie zwei Freiwurftreffer von Nationalspieler Halouski auf Seiten des Champions-League-Finalisten sorgten für den 30:41-Halbzeitstand.

„Leider war das erste Viertel nicht so gut, sonst hätten wir vielleicht noch ein bisschen länger mithalten können.“ – Marvin Malsy

Auch nach der 15-minütigen Unterbrechung wog die Partie in der zweiten Halbzeit hin und her. Bis sieben Minuten vor Ende der Partie betrug der Abstand auf die Equipe aus Elxleben nur zehn Punkte (50:60), ehe der Deutsche Meister des Jahres 2016 langsam das Tempo erhöhte, den Hausherren nur noch sechs weitere Punkte im letzten Spielabschnitt gestattete und mit einem 77:56-Erfolg die Heimreise nach Thüringen antrat.

Statistik

Viertelergebnisse: 10:23 | 20:18 | 14:17 | 12:19
Top-Scorer: Gray (15), Malsy (14), Amacher (13), Güntner (8), Hopp (4), Gundert (2).