Im Heimathafen experimentierten Verwaltungsexperten mit Lösungen, die Bürgerdienste verständlicher, digitaler und menschlicher gestalten sollen.
Am Freitag hat Wiesbaden seinen ersten Public Service Lab Day erlebt – und der Heimathafen pulsierte. Seit 2017 schafft das Format Räume, in denen Bund, Länder und Kommunen Verwaltung neu denken. In diesem Jahr rückte Wiesbaden ins Zentrum dieses kreativen Experiments.
Impulse, die Verwaltung wachrütteln
Die Teilnehmenden hörten Impulsvorträge, die zeigten, wie nutzendenzentriertes Design digitale Bürgerdienste tatsächlich verständlicher macht. Fachleute diskutierten offen, probierten Methoden aus, prototypisierten Abläufe und stellten Gewohnheiten infrage. Workshops führten vom abstrakten Gedanken direkt in konkrete Verwaltungsrealität: Wo hakt es? Was funktioniert bereits? Was lässt sich sofort verbessern?
Empathie als strategische Kraft
Ein Höhepunkt war der Beitrag der Wiesbadener Smart-City-Dezernentin Maral Koohestanian. Sie forderte eine Empathische Verwaltung – nicht als weichgespülte Idee, sondern als Kernkompetenz eines modernen Staats. Empathie, so betonte sie, schaffe Vertrauen, erleichtere Entscheidungen und steigere die Wirksamkeit behördlichen Handelns. Kurz: Wer Bürgerdienste baut, muss Menschen zuhören.
Auszeichnung für neue Wege
Traditionell verleiht der Lab Day den Preis für gute Verwaltung. Auch diesmal würdigte er Projekte, die Mut, Kreativität und wirkliche Veränderungen zeigen – ein Signal, dass Innovation im öffentlichen Dienst nicht nur möglich, sondern notwendig ist.
Symbolfoto @2025 AI / Wiesbaden lebt!
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