Ob auf Spielplätzen, in Supermärkten oder im Friseursalon: Die Bevölkerung ist sich des Erfolges und ihrer Verantwortung bewusst. Das möchte niemand riskieren.

Der Aufruf, einen Termin im voraus zu vereinbaren, wurde weitgehend befolgt. Die langen Warteschlangen vor Friseuren wie in Frankfurt sind in Wiesbaden ausgeblieben. Innen wie außen, ist die Situation bei den Friseursalons als vorbildlich zu beschreiben. In den ersten beiden Tagen kontrollierte die Stadtpolizei mit 150 rund die Hälfte Friseurgeschäfte Präventiv. Nennenswerte Verstöße hat sie dabei nicht festgestellt. Bis zum Ende der Woche wird die Stadtpolizei auch die übrigen  Coiffeurs aufgesucht haben. Und wie sieht es auch den Spielplätzen aus?

„Vereinzelt haben wir darum gebeten, die Sitzgelegenheiten vor den Geschäften zu entfernen, weil damit der Anordnung in puncto Menschenansammlungen zu vermeiden, entgegengewirkt wird.“ –  Ralf Wagner, Stadtpolizei

Hatte die Stadtpolizei zu Beginn der Anordnung alle rund 150 Kinderspielplätze im Stadtgebiet immer wieder kontrolliert, belassen es die Ordnungshüter seit Beginn der Woche mehr bei Stichproben. Vor Ort spürten die Einsatzkräfte, dass die Eltern mit ihrem Nachwuchs verantwortungsvoll umgingen und im Großen und Ganzen gut auf ihre Kinder achten, darauf, dass die geforderten Mindestabstände eingehalten werden. Die Zwischenbilanz fällt auch hier positive aus. Lediglich in ganz Einzelfällen musste wegen Missachtung wird auf die Einhaltung der Verordnung hingewiesen werden.

„Weniger einsichtig als auf den Spielplätzen oder in den Friseursalon zeigten sich eeinzelne Fahrgäste in den Bussen von ESWE Verkehr.“ –  Ralf Wagner, Stadtpolizei

Unterm Strich positiv verliefen auch die Kontrollen zur Einhaltung des Mund-Nase-Schutzes (MSN) im Öffentlichen Personennahverkehr. An ausgewählten Haltestellen im Stadtgebiet haben die Teams aus Stadtpolizei und ESWE Verkehr in den vergangenen beiden Tagen noch einmal sensibilisierend auf die Fahrgäste eingewirkt und immer wieder die Notwendigkeit des Tragens des MSN-Schutzes hingewiesen. Dabei waren es nur wenige, die weder eine Maske trugen noch eine solche mit sich führten. Hier mussten die Ordnungskräfte acht Bußgeldverfahren einleiten – letzenendes, weil sich die Fahrgäste nicht einsichtig gezeigt haben.

„Auch bei der Wiesbadener Tafel gab es nicht zu beanstanden. Hier und da wurde bei den einzuhaltenden Mindestabständen nachgebessert. Dadurch, dass die Tafel selbst immer wieder mit Durchsagen darauf Hinweis, waren es wirklich nur Einzelfälle.“ –  Ralf Wagner, Stadtpolizei

Auf Wunsch der Betreiber der Wiesbadener Tafel war die Stadtpolizei am Montag und am Dienstag bei der wieder aufgenommenen Essensausgabe an Bedürftige vor Ort. Hier gab es nur kleinere Beanstandungen bezüglich der Einhaltung des Mindestabstandes.

„Eine dringende Erklärung für die Stadt sowie für die vielen kleineren Veranstalter bedarf es bei der Frage, wie genau eine Großveranstaltung definiert wird.“ – Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende wünscht sich von der am Mittwoch, 6. Mai, stattfinden Corona-Konferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten ein klar strukturiertes, bundeseinheitlich weiteres Vorgehen statt immer mehr Durcheinander bei den Lockerungen. Niemand verstehe, wenn zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz unterschiedliche Regeln gelten würden: in Wiesbaden also andere als in Mainz. Änderungen sind nicht von jetzt auf gleich umzusetzen. Hier wünsche ich mir klare Perspektive: für den Sport, für die Gastronomie, für die Kitas, Schulen und Kultureinrichtungen, so Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende. Abschließend macht Mende klar, dass die ‚Lockerungen‘ nur so weit gehen könnten, sodass die Erfolge der vergangenen Wochen nicht gefährdet würden. (Bild Kleines Mädchen geht zur Schaukel ©2020 RitaE auf Pixabay)

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