Andere Kulturen und deren Arbeitsweisen kennenlernen. Sprachkenntnisse erweitern und festigen. Auf sich gestellt sein und Reifen an den Dingen des Lebens – Dank Auslandspraktikum in der Verwaltung von Partnerstädten.

Vor rund 120 städtischen Nachwuchskräften aus dem Verwaltungs- und gewerblich-technischen Bereich hat Oberbürgermeister Gerd-Uwe Mende gemeinsam mit der Regionalleiterin des Bildungswerkes der Hessischen Wirtschaft, Angela Nowaczek, am Donnerstag im großen Festsaal des Rathauses elf Europässe als Mobilitätsnachweis für ein im Jahr 2019 absolviertes Auslandspraktikum an städtische Nachwuchskräfte und eine Auszubildende der Firma SOKA-Bau überreicht.

„Nach Beendigung des Praktikums freute ich mich wieder darauf nach Hause zu fliegen und die neu erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse direkt anzuwenden.“ – Paulina Glaab, Verwaltungsfachangestellte

Die Auslandspraktika fanden im Sommer 2019 für einen Zeitraum von zwei bis vier Wochen in den Wiesbadener Partnerstädten Klagenfurt und Turnbridge Wells sowie auf Malta, Bozen und in Wien statt. Mende betonte, wie wichtig es zur Verinnerlichung des europäischen Gedankens und zum Zusammenwachsen der Welt sei, ein Auslandspraktikum während der Ausbildungszeit zu absolvieren. Neben der Stärkung der persönlichen, sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen der Nachwuchskräfte, könne sich ein Praktikum durch das Kennenlernen ausländischer Strukturen gerade im Hinblick auf die Folgen des bevorstehenden demographischen Wandels gewinnbringend und zukunftsorientiert auf die Organisations- und Arbeitsprozesse der Stadtverwaltung Wiesbaden auswirken.

„Das Auslandspraktikum fördert besonders die englische Sprache und den Umgang mit anderen Kulturen. Das ist besonders wichtig, da man bei der Stadtverwaltung mit Menschen vieler Länder und Kulturen in Kontakt kommt.“ – Paulina Glaab, Verwaltungsfachangestellte

Die Möglichkeit ein Auslandspraktikum zu absolvieren, sei in Studienangeboten und Ausbildungsberufen der Privatwirtschaft bereits Standard. Wiesbadens Oberbürgermeister begrüßt, dass die Landeshauptstadt Wiesbaden die Zeichen der Zeit erkannt hat, und dieses Angebot inzwischen auch als obligatorischen Bestandteil in die Ausbildungspläne übernommen hat. Mittlerweile werbe die Stadt Wiesbaden sogar für ihre Ausbildung mit der Möglichkeit Auslandserfahrung zu sammeln, um dem Mangel an Nachwuchskräften entgegenzuwirken.

Die Arbeitsweise der Auslamds-Praktikanten ist selbstbewusster und unabhängiger geworden. Vielen Problemen wird jetzt entspannter entgegen getreten.“ –Paulina Glaab, Verwaltungsfachangestellte

Klaus Steinbeck, der Ausbildungsleiter der Stadt Wiesbaden, betont die gute Zusammenarbeit der Landeshauptstadt mit dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft. Die Auszubildenden erhielten für ein Praktikum die finanzielle Förderung von Erasmus+ durch das Bildungswerk und wurden in der Planung und Umsetzung von den Mitarbeiter/-innen der Mobilitätsberatung des Bildungswerks unterstützt.

Nach der Übergabe der Europässe wurde eine Videoaufnahme zweier Auszubildenden des Wiesbadener Betriebs dictaJet gezeigt, die zurzeit ein Auslandspraktikum in Finnland absolvieren und über ihre ersten Eindrücke vor Ort und ihren Praktikumsalltag informierten. Anschließend berichteten einige der ausgezeichneten Auszubildenden selbst über ihre Erlebnisse im Ausland und gaben ihren Kollegen Tipps zur Umsetzung eines Auslandspraktikums. Es ist ein erklärter Wunsch von Mende, dass im kommenden Jahr noch mehr Auszubildende der Stadt Wiesbaden ein Auslandspraktikum durchführen. Dabei soll sich verstärkt auf die Zusammenarbeit mit den Wiesbadener Partnerstädten konzentriert werden, damit diese Kooperationen nicht nur auf dem Papier stehen, sondern gelebte Freundschaften sind.

„Nach meinen Erfahrungen und meinem Aufenthalt kann ich jeder / jedem nur anraten, sich zu überlegen ein Auslandspraktikum zu machen.“ – Younes Benariba, Verwaltungsfachangestellter

Younes Benariba war am Anfang auch sehr skeptisch, wer aber kein Risiko eingeht, kann im Leben nicht gewinnen. Erasmus und das Bildungswerk haben Benariba die Angst genommen und ihm zu jeder Frage eine Antwort geliefert. Das Bildungswerk hat ihm auch in Malta bei jeglichen Anliegen geholfen. Das Auslandspraktikum habe ihn reifer gemacht, denn du bist in einem anderen Land, mit einer anderen Kultur und anderen Ansichten auf dich alleine gestellt, sagt Younes Benariba, Verwaltungsfachangestellter, der drei Wochen auf Malta war.

EuroMobility

Die Projekte EuroMobility und Arbeiten und Lernen in Europa – Mobilitätsberatung der hessischen Wirtschaft werden finanziert aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen und der Europäischen Union – Europäischer Sozialfonds. EuroMobility wird zusätzlich aus Mitteln der Europäischen Kommission finanziert.

Weitere Nachrichten lesen Sie hier.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.bwhw.de.

 

Sie möchten keinen Beitrag mehr verpassen und stets aktuell informiert sein? Dann bestellen Sie doch gleich unseren Newsletter oder folgen uns auf Twitter, Instagram und werden Sie Fan von Wiesbaden lebt!