Am Wochenende entfachte selbst der Schlauch Spielideen. Auf dem Sportplatz Bodenwaage in Wiesbaden-Frauenstein rannten Kinder, zielten konzentriert, lachten laut – und lernten dabei ganz nebenbei, was Feuerwehr eigentlich bedeutet. Beim 10. Kinderfeuerwehrtag zeigten 160 Mädchen und Jungen, dass Nachwuchsarbeit nicht nur Pflicht ist, sondern vor allem Spaß machen kann.
Sechs Stationen, viele Aha-Momente
Die Organisatoren setzten auf Bewegung statt Belehrung. An sechs Stationen griffen Kinder zwischen sechs und zehn Jahren selbst zum Schlauch, warfen Dosen um, balancierten beim Feuerwehr-Kegeln und testeten ihr Geschick an der Spritzwand. Es ging nicht um Perfektion, sondern ums Ausprobieren.
Neu dabei war eine Erste-Hilfe-Station, betreut vom Jugendrotkreuz Wiesbaden. Dort wurde nicht nur verbunden, sondern auch verstanden, warum Helfen wichtig ist. Ein Ansatz, der hängen blieb – im Kopf und manchmal auch im Herzen.
Für jede bestandene Aufgabe gab es ein Bändchen. Wer alle Stationen meisterte, durfte sich am Ende über das „Flämmchen“ freuen – eine Auszeichnung in drei Stufen, die stolz getragen wurde. Nicht als Trophäe, sondern als Zeichen: Ich kann das.
Begeisterung auf und neben dem Platz
Der stellvertretende Ortsvorsteher Farsin Alikhani blickte zufrieden über das Gelände. „Es freute uns sehr, dass so viele Kinder heute hier waren“, sagte er – und meinte damit mehr als nur Zahlen. Es ging um Perspektiven. Auch Stadtkinderfeuerwehrwartin Melanie Hubl zog eine klare Bilanz: „Es war eine rundum gelungene Veranstaltung.“ Das Wetter spielte mit, die Stimmung sowieso. Viel wichtiger aber: Die Kinder blieben dran, probierten aus, wuchsen hinein.
Denn genau darum ging es. Aus spielerischem Interesse soll später echtes Engagement entstehen – in der Jugendfeuerwehr, vielleicht sogar in der Einsatzabteilung.
Ein Blick nach vorn
Während die Kinder im Vordergrund standen, lief im Hintergrund eine eingespielte Maschinerie. Die Logistikgruppe organisierte seit Jahren Auf- und Abbau, sorgte für Struktur und reibungslose Abläufe. Dafür erhielten Gerhard Beil und Marcus Rasch stellvertretend eine Urkunde.
Mit der Siegerehrung endete ein Tag, der mehr war als ein Wettbewerb. Er zeigte, wie Nachwuchsarbeit funktionieren kann: niedrigschwellig, spielerisch, verbindend.
Der Kidnerfeuerwehrtag bleibt nicht ohne Fortsetzung. Der Blick richtet sich bereits auf den nächsten Termin – und auf den Delegiertentag der Hessischen Jugendfeuerwehr Ende Mai in Wiesbaden. Dann sollt zusammenwachsen, was ohnehin zusammengehört: Kinder- und Jugendfeuerwehr.
Foto ©2026 Deniz Gündogan
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