„Spielhallenflut“ und Graumarkt: Die Möglichkeiten des unkontrollierten Glückspiels sollen eingedämmt werden. Dennoch boomen illegale Casinos und Internet Glücksspiel weiter.

Spielautomaten in Gaststätten und Spielotheken unterliegen in Deutschland strengen Gesetzen. Dass diese beachtet werden, ist Aufgabe der Stadtpolizei: ganz gleich ob routinemäßig oder mit Hinweisgeber. In den vergangenen Tagen hat Wiesbadens Stadtpolizei mehrere Glücksspielautomaten sichergestellt und versiegelt, die gegen geltendes Recht beim Glücksspiel verstoßen. So fehlten bei zwei Automaten die technische Prüfplakette und die Aufstellgenehmigung.

Ohne Jugendschutzkarte

Weitere drei Spielautomaten wurden versiegelt, da die technische Vorrichtung für die Aufnahme einer Jugendschutzkarte nicht vorhanden war. Erst nach einer entsprechenden Nachrüstung dürfen diese wieder in Betrieb genommen werden. Da es sich im Falle der beiden Glücksspielautomaten um eine Straftat handelt, wurde die Landespolizei zur weiteren Sachbearbeitung und Übernahme des Verfahrens hinzugezogen. Sämtliche Einsätze, Gewinne und Verluste müssen dokumentiert werden – und das nichts in Punkten. Die Anzeigen, Einsätze und Gewinne dürfen nur ein Euro und Cent erfolgen.

Jetzt wird es kompliziert: Ein Spieler darf einen Automaten mit maximal 10 Euro aufladen. Gewonnene Beträge dürfen nicht automatisch zum Einsatz gebucht werden. Eine Auto-Spiel-Funktion ist nicht erlaubt. Und last but not least:  Nach drei Stunden muss ein Automat komplett zurückgesetzt werden, die Geldspeicher sind zu leeren und das Gerät muss 15 Minuten pausieren. Welcher Gastwirt kann das sicherstellen?

Kontrolliertes Spiel unter Augen des Gastwirts.

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