– 100-Tage-Interview mit GFL2-Head-Coach Patrick Griesheimer –
Patrick Griesheimer ist als Head Coach des GFL2-Teams der Wiesbaden Phantoms seit 100 Tagen im Amt. Zeit, ein Zwischenfazit zu ziehen und einen Ausblick auf die Saison 2026 zu wagen.
100 Tage im Amt: Wie fällt Deine Bilanz aus?
Nachdem ich sehr überraschend und mit gemischten Gefühlen Head Coach geworden bin, muss ich sagen, dass ich mich in der Rolle doch recht wohl fühle. Ich bekomme viel Unterstützung von den Kollegen im Staff und bin sehr zufrieden mit der Art und Weise, wie wir zusammenarbeiten. Ich muss mich noch etwas mehr um administrative Angelegenheit kümmern als zuvor, da habe ich noch nicht alles auf dem Schirm und fokussiere mich doch mehr auf den sportlichen Teil…
Was hast Du bisher an Projekten angestoßen oder vielleicht sogar bereits abgeschlossen?
Erreicht habe ich noch gar nichts, das sehen wir erst nach der Saison, und auch große Projekte habe ich keine angestoßen. David Gordon hat in seiner Zeit als HC die Mannschaft auf einen sehr guten Weg gebracht und ich muss das Rad tatsächlich nicht neu erfinden.
Aber Du hast sicherlich Ziele…
Mein großes Ziel ist es, im Team das „Das ist unser Ding“-Gefühl zu stärken. Also den Spielern klar zu machen, dass Football nicht ihr Job, sondern ihre Passion ist. Wir Coaches sind nur Dienstleister, die ihnen beim Footballspielen helfen und sie verbessern wollen. Sie spielen nicht für die Coaches oder den Verein Football, sondern für sich. Ich möchte damit erreichen, dass die intrinsische Motivation jedes Einzelnen in den Vordergrund tritt. Dazu gehört natürlich auch, dass das Training so viel Spaß macht wie möglich, ohne dabei unser Ziel und eine möglichst hohe Effizienz aus den Augen zu verlieren. Ob das klappt, müssen die Spieler sagen, aber ich sehe eine sehr gute Trainingsbeteiligung und eine wirklich gute Energie in unseren Einheiten.
Wie ist der Trainingsstand?
Ich sehe uns voll im Plan, wir sind jetzt seit Januar draußen und hatten einige sehr gute Einheiten. Beide Seiten des Balles machen im Training gute Plays. Ein Spiel konnten wir noch nicht bestreiten, aber wir sind auf dem richtigen Weg.
Wie sieht es mit Importspielern aus?
Wir werden den Kader gezielt mit Imports verstärken, wenn wir die Notwendigkeit auf einer Position dazu sehen.
Alte Bekannte und neue Gegner. Wie gefällt Dir der Spielplan?
Ich freue mich sehr auf die Saison. Mit Albershausen und Biberach haben wir aus der vergangenen Saison noch Rechnungen offen. Gießen hat uns 2025 deutlich in die Schranken verwiesen und in der Off-season einiges an Spielern dazu gewonnen. Gegen die Golden Dragons wollen wir natürlich zeigen, dass wir etwas dazu gelernt haben. Augsburg ist ein junges, aufstrebendes Team, das werden bestimmt interessante Spiele. Aber am meisten freue ich mich auf Montabaur, vor allem weil Michael Treber wieder dabei ist, der selbst ein wichtiger Coach in der Geschichte der Phantoms war und den ich im Coaching-Bereich auf jeden Fall als einen wichtigen Mentor für meine Laufbahn sehe.
Wird es ein Testspiel geben?
Wir haben zwei echte Freundschaftsspiele schon fest zugesagt, einmal testen wir in Ravensburg gegen den GFL-Süd-Meister 2025 und einmal in Krefeld, ein Team aus der GFL2 Nord, das alles daran setzt, dieses Jahr aufzusteigen. Das sind auf jeden Fall zwei harte Brocken, die uns zeigen werden, in welchen Bereichen wir besser werden müssen.
Für welche Aufgaben oder Positionen werden noch Helfer gesucht?
Helfer kann man nie genug haben. Für die Trainingseinheiten könnten wir noch Helfer gebrauchen, die Lust haben, die Kameras, mit denen wir das Training filmen, zu bedienen. Schön wäre auch, im Training die Möglichkeit zu haben, Verpflegung anzubieten. Das scheitert aber an der fehlenden Man-Power. Wir freuen uns natürlich auch über Assistenztrainer, gerne auch mit wenig Erfahrung, die Interesse hätten, Co-Position Coach zu werden und dabei vielleicht ein wenig von uns zu lernen. Gerne bei Team Managerin Julia Reininger per Mail an julia.reininger@wiesbaden-phantoms.de melden…
Symbolfoto ©2025 Pixabay
Weitere Nachrichten aus dem Europaviertel im Stadtteil Biebrich lesen Sie hier.
Mehr Informationen zu den Phantoms finden Sie hier.



Phantoms: Zwischen 68,9 und 369 Kilometer
Phantoms Ladies öffnen im Februar die Türen
Phantoms schauen nach vorn: Fünf Gegner, klare Zeiten, ein Ziel
U10F-Spitzenpartien in Bürstadt
Wiesbadens Phantoms bauen Trainerstaff aus 
