Das Grundwasservorkommen im Ried wurde mit 28,8 Millionen Kubikmeter aufbereitetem Oberflächenwasser aus Biebesheim ergänzt.

Die trockenen Wintermonate 2016/2017 haben im vergangenem Jahr die Grundwasserspeicher im Hessischen Ried ziemlich entleert. Darüber hinaus kam es auch bei Wasserversorgern im Taunus und Spessart, von denen viele sich auch auf lokale Quellwasserverkommen stützen, im Frühjahr zu Versorgungsengpässen.

„Ohne die Arbeit des WHR wäre das Wachstum der Stadt Frankfurt sowie der gesamten Rhein-Main-Region nicht denkbar.“ – Markus Frank, Wirtschaftsdezernent

Die drohenden Wassernotstände konnten Dank der Brauchwasser-Aufbereitungsanlage in Biebesheim und der Zulieferung aus den infiltrationsgestützten Wasserwerken im Hessischen Ried ohne Probleme stabilisiert und ausgeglichen werden. Was bleibt ist im Ergebnis eine außergewöhnliche wasserwirtschaftliche Jahresbilanz des Wasserverband Hessisches Ried. 

25,8 Millionen Kubikmeter Wasser

Im vergangenen Jahr wurde so viel Wasser für die Stabilisierung der Grundwasservorkommen im Hessischen Ried in den Untergrund versickert (infiltriert), wie noch nie zuvor seit dem Beginn der Infiltration im Jahr 1989. In Zahlen waren dies rund 25,8 Millionen Kubikmeter Oberflächenwasser aus der Brauchwasseraufbereitungsanlage in Biebesheim. Der bisherige Maximalwert von 22,3 Millionen Kubikmetern aus dem Jahr 2004, dem Jahr nach dem Jahrhundertsommer, wurde mit gut 11 Prozent übertroffen.

„Die Stadt Darmstadt ist zu 100 Prozent auf die Wassergewinnung aus dem Ried angewiesen.“ – André Schellenberg, Stadtkämmerer Darmstadt

Die Grundwasserbewirtschaftung durch den WHR sorge für eine gleichermaßen zuverlässige wie ökologische Wasserbeschaffung. Für die Stadt Darmstadt als Gründungsmitglied des WHR wies Stadtkämmerer Schellenberg auf die jahrzehntelangen positiven Erfahrungen mit dem hochentwickelten Infiltrations- und Entnahmesystem für die Wassergewinnung im Hessischen Ried hin.

 „Ohne die Arbeit des WHR säße Darmstadt auf dem Trockenen“. – André Schellenberg, Stadtkämmerer Darmstadt

Mit Blick auf den absehbar steigenden Trinkwasserbedarf in der Zukunft, sehe sich die Stadt Darmstadt auch zukünftig für eine nachhaltige Wasserbeschaffung gut aufgestellt. Schellenbergs Fazit: “Der WHR leistet seit 30 Jahren eine hervorragende Arbeit“.

„Für die Herausforderungen der Wasserversorgung ist die regionale Wasserversorgung und damit auch die der Landeshauptstadt gut gerüstet.“ – Andreas Kowol, Umweltdezernent

Auch der Wiesbadener Umweltdezernent Andreas Kowol betonte, dass die Grundwasserbewirtschaftung des WHR eine umweltgerechte Grundwasserförderung gewährleiste. Grundwasserabsenkungen im Hessischen Ried, die den Naturhaushalt nachteilig beeinträchtigen, gehörten damit seit langem der Vergangenheit an. Für die Herausforderungen der Wasserversorgung durch die Klimaveränderungen und das Bevölkerungswachstum sei die regionale Wasserversorgung und damit auch die der Landeshauptstadt dank der Arbeit des WHR gut gerüstet, resümiert Wiesbadens Umweltdezernent.

„Wir stehen als Dienstleister für die Kommunen bereit.“ – Ingo Bettels, stellvertretender Verbandsvorsteher und Direktor WHR

Ingo Bettels stellvertretender Verbandsvorsteher und Direktor des Wasserbeschaffungsverbands Riedgruppe Ost hob die Bereitschaft der Wasserversorgung hervor, auch weiterhin gemeinsam mit dem Politik und Behörden den WHR für die zukünftigen Herausforderungen fit zu machen. Mit Blick auf die Notwendigkeit der Erweiterung des bestehenden Systems auf den erst kürzlich fertiggestell-ten Ausbau der Infiltrationsanlage Lorscher Wald hin.

Ausblick Lorscher Wald

Einig sind sich die Verantwortlichen des Verbands darin, dass es mit Blick auf die zukünftigen Herausforderungen, die demographische Entwicklung des Ballungsraums und den Klimawandel, unerlässlich sei, die WHR-Anlagen technisch zu optimieren und auszubauen. Der Endausbau der Infiltrationsanlage für die verbundwirksamen Wasserwerke Eschollbrücken und Pfungstadt sei dazu ein wichtiger nächster Schritt. Und dass dieses rückgewonnene Wasser kein bisschen schlechter ist, ist jedes Jahr während der Rheingauer Weinwochen am Wasserstand bei einer Wassserverkostung zu schmecken.

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