Die Matinée musicale in begeistert mit jungen Talenten aus Wiesbadens Musikschulen und zeigt eindrucksvoll die lebendige Zukunft der Klassik.
Die Matinée musicale hat am Sonntag, 8. März, erneut zahlreiche Musikliebhaber in den Festsaal der Loge Plato in Wiesbaden gelockt. Das Förderkonzert der Hempelstiftung für Wissenschaft, Kunst und Wohlfahrt zeigte einmal mehr, wie lebendig und vielfältig die junge Musikszene der Stadt klingt.
Gemeinsam mit der Wiesbadener Musik- und Kunstschule sowie der Wiesbadener Musikakademie lud die Stiftung zu einem Konzert ein, das Nachwuchstalenten eine Bühne bietet. Der Saal füllte sich schnell, die Stimmung wirkte erwartungsvoll – und die jungen Musiker lieferten genau das, was das Publikum suchte: Hingabe, Präzision und spürbare Leidenschaft.
Virtuose Klavierklänge zum Auftakt
Den Beginn der Matinée musicale gestaltete der Pianist Kristian Obertowski. Der Student der Wiesbadener Musikakademie aus der Klasse von Prof. Johannes Möller führte die Zuhörer durch mehrere Epochen der Klavierliteratur.
Mit Werken von Johann Sebastian Bach, Frédéric Chopin, Maurice Ravel und Mili Alexejewitsch Balakirew zeigte Obertowski eindrucksvoll, wie wandelbar ein Flügel klingen kann. Mal perlten klare barocke Linien durch den Raum, dann wiederum entfalteten sich romantische Klangfarben oder impressionistische Schattierungen.
Fagott-Trio überrascht mit Klangfarben
Nach dem Klavier gehörte die Bühne drei jungen Fagottistinnen: Johanna Münstermann, Elin Tschäpe und Ylva Gürten. Die Schülerinnen der Wiesbadener Musik- und Kunstschule, unterrichtet von Oskar Münchgesang, präsentierten ein Trio-Programm mit viel Charme und musikalischer Raffinesse.
Mit Werken von Joseph Bodin de Boismortier, Adolf Bergt und Allan Stephenson zeigten sie, wie vielseitig das Fagott als Ensembleinstrument wirken kann. Ihr Zusammenspiel wirkte konzentriert, zugleich leicht und spielerisch.
Ein vokaler Abschluss voller Ausdruck
Den Abschluss der Matinée musicale gestaltete die Gesangsstudentin Tara Daphne Bethke. Mit Liedern und Arien von Robert Schumann, Gustav Mahler, Erich Wolfgang Korngold, Robert Stolz und Alois Melichar spannte sie einen großen musikalischen Bogen.
Ihre Interpretation verband romantische Liedkunst mit Operettencharme. Das Publikum reagierte mit spürbarer Begeisterung.
Förderung mit Tradition
Seit 35 Jahren unterstützt die Hempelstiftung junge Musikerinnen und Musiker aus Wiesbaden. Drei Matinéen pro Jahr bringen Nachwuchstalente auf die Bühne des Festsaals der Loge Plato. Mehr als 400 junge Künstlerinnen und Künstler erhielten seit 1991 diese Chance.
Während der Veranstaltung überreichte Stiftungsvorstand Norbert Bopp einen symbolischen Spendenscheck über 9.500 Euro an Stadtrat Dr. Schmehl. Das Geld fließt in die Förderung junger musikalischer Talente im Schuljahr 2025/2026.
Die besondere Atmosphäre des historischen Saals sorgte dabei stets für eine intensive Nähe zwischen Publikum und Bühne. Genau diese Nähe macht die Matinée musicale zu einem festen Termin im Wiesbadener Kulturkalender. Die nächste Matinée findet am 20. September erneut in der Loge Plato statt.
Foto – Die Musikerinnen und Musiker der Matinée musicale und der Vorstand der Hempelstiftung von rechts nach links Seung Jo Cha, Kristian Obertowski, Tara Daphne Bethke, Elin Tschäpe, Johanna Münstermann, Ylva Gürten, Norbert Bopp. ©2026 LH Wiesbaden
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Die Internetseite der Loge Plato finden Sie unter www.plato-wiesbaden.de.
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