1900 lebten 86000, Anfang der 40er Jahre 190000 Menschen in Wiesbaden. Mit eigenen Baumaßnahmen gelang es der Wohnungsnot Herr zu werden und so brachte es 1921 eine geeignete Verwaltung, die GeWeGe!

Im Palast-Hotel, welches sich seit 1976 im Eigentum der GeWeGe befindet, gab es am Freitag, 28. September, Grund zum Feiern: Geschäftsführer Thomas Keller und Aufsichtsratsvorsitzender Christoph Manjura begrüßten zahlreiche aktuelle wie auch ehemalige Kollegen sowie Aufsichtsratsmitglieder, den ehemaligen Geschäftsführer Xaver Braun sowie den ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden und Bürgermeister a.D. Arno Goßmann zur Jubiläumsveranstaltung der GeWeGe.

„Trotz der Fusion der GWW und GeWeGe im Jahre 2007 existieren beide Gesellschaften bis heute weiter und leisten einen wichtigen Beitrag auf dem Wiesbadener Wohnungsmarkt.“ – Christoph Manjura

Umrahmt von der künstlerischen Darbietung des kuenstlerhauses 43, die derzeit im Palast-Hotel zu Gast sind, erhielten die anwesenden Gäste einen Einblick in die bewegte Geschichte der städtischen Wohnungsbaugesellschaft seit ihrer Gründung im Jahr 1932.

„Trotz der aktuellen Herausforderungen für unsere Wohungsbaugesellschaften liegt unser Fokus nach wie vor auf unseren Mieter, einer guten und auch ökologischen Quartiersentwicklung, auf der Erreichung unserer Klimaziele und unserem Beitrag zu einem gesamtgesellschaftlichen Miteinander.“ – Keller und Manjura

Thomas Keller und Christoph Manjura verwiesen auf damalige wie aktuelle Herausforderungen in der Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums für Wiesbadener: Aus guten Grund hat die GeWeGe – wie auch die GWW – die Gemeinnützigkeit in ihrem Namen beibehalten, führt Keller aus, denn wir fühlen uns seit 90 Jahren unserem satzungsgemäßen Ziel, breite Bevölkerungsschichten mit bezahlbarem Wohnraum zu versorgen, verpflichtet. Das zeige sich sowohl mit den zahlreichen Neubau-Projekten als auch bei den Bestandsimmobilien und dessen ambitionierten Sanierungsprogramm – vor allem wenn wir auf die mitunter historischen Gebäudestrukturen, wie hier im Palast-Hotel, blicken, ergänzte Manjura.

Hintergründe

Die Gemeinnützige Wiesbadener Wohnungsbaugesellschaft mbH wurde am 30. März 1949 gemeinsam von Vertretern der Stadt und der gewerblichen Wirtschaft gegründet. Zusammen verfolgten die Partner das Ziel, den durch den Krieg zerstörten Wohnraum neu aufzubauen. Zu den Gründungsmitgliedern zählten: Stadt Wiesbaden, Stadtwerke Wiesbaden AG (ESWE Versorgungs AG), Dyckerhoff Portland-Zementwerke AG (Dyckerhoff GmbH), Zellstofffabrik Waldhof, Didier-Werke GmbH (Didier Werke AG), Jakob Wagner IV, Georg Weigel und die Firma Anton Meister.

GeWeGe

1932 wurde der Gesellschaftsvertrag der GeWeGe unterzeichnet. Die Gesellschaft hatte den zentralen und unrühmlichen Auftrag: die nicht beibringlichen Mieten für die Stadt einzutreiben. Mit Blick auf ein geeigneteres Instrument der städtischen Wohnungspolitik wurde die Gründung einer gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft empfohlen. Da jedoch bereits die Gesellschaft zur Verwaltung städtischer Mietshäuser mbH bestand, wurde deren Umfirmierung beschlossen. Das Unternehmen hieß nunmehr Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft der Stadt Wiesbaden mbH, kurz GeWeGe genannt. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs engagierte sich die GeWeGe vor allem für den Wiederaufbau des zerstörten historischen Gebäudebestandes der Stadt. Später beteiligte sie sich u.a. auch an der Sanierung des Bergkirchenviertels und war für den Umbau des Palasthotels verantwortlich. Heute bewirtschaftet sie zahlreiche – meist historische – Immobilien in Wiesbaden.

Foto oben © 2022 LH Wiesbaden

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Die Internetseite der GeWeGe finden Sie unter www.gww-wiesbaden.de.

 

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