Hessens Jugendliche zeigen, dass mehr Respekt und Problembewusstsein wichtige Leitlinien für den Umgang im Internet sind. Oft ist Ihnen gar nicht bewusst, welche Auswirkung einzelnes Handeln haben kann.

Schüler aus fünf Schulen in Büdingen, Darmstadt, Fulda, Gießen und Kassel haben in dem Projekt Respekt digital ein wichtiges Zeichen gesetzt. Im Rahmen der Initiative Hessen lebt Respekt haben sie sich von Mai bis Juni 2017 im von mehrtägigen Workshops mit den Auswirkungen von Hetze und Hass im Internet beschäftigt und 36 eigene Beiträge erstellt. Zum Finale des Projekts wurden heute bei einer Abschlussveranstaltung in der Alten Universitätsbibliothek Gießen einige der Beiträge mit den teilnehmenden Schulklassen und -Gruppen von der Hessischen Justizministerin Eva Kühne-Hörmann und dem Direktor der LPR Hessen, Joachim Becker, vorgestellt.

„Ob WhatsApp, Instagram oder Snapchat – nahezu alle 12-19-Jährigen tauschen sich heute regelmäßig über soziale Medien aus und offenbaren auf Online-Plattformen viel von ihrer Persönlichkeit.“ – Eva Kühne-Hörmann, Hessens Justizministerin

Es sei besorgniserregend, dass rund ein Drittel der Jugendlichen selbst oder im Freundeskreis Erfahrungen mit persönlichen Beleidigungen bis hin zu Cybermobbing gemacht hätten, so die Ministerin weiter. „Für Jugendliche ist es oft nicht leicht zu erkennen, was Wahrheit, Fälschung oder ein verwirrend gut gemachter Mix davon ist.“

„Ihre Beiträge bringen die Konsequenzen von Mobbing und Stimmungsmache unter dem Deckmantel der Anonymität auf den Punkt.“ – Eva Kühne-Hörmann, Hessens Justizministerin 

In gezielten Workshops haben sich Schüler deshalb intensiv mit Coaches der Bildungsagentur medienblau mit dem Netzphänomenen auseinandergesetzt und ihre Antwort unter Anleitung von Medienprofis in eigenen Dokumentationen, Hörspielen, Umfragen, Songs und Trickfilmen aufbereitet.

„In jugendspezifischer Sprache und Bildern zeigen die Schüler, dass mehr Respekt und ein größeres Problembewusstsein wichtige Leitlinien für den Umgang im Internet sind.“  – Eva Kühne-Hörmann, Hessens Justizministerin 

Es freue sie sehr, dass sich die intensive Beschäftigung der Schüler mit den sozialen Medien in derartig eindrucksvollen Statements für mehr Respekt im Netz niedergeschlagen hätten, so Kühne-Hörmann abschließend.

Mobbing und Hasskommentare

„Jugendliche wissen oft nicht, was sie mit Hasstiraden in der virtuellen Welt auch ganz real anrichten“, stellte LPR Hessen-Direktor Joachim Becker fest. „Wir wollten ihnen in den Workshops vermitteln, welche Konsequenzen Mobbing und Hasskommentare nicht nur allgemein für die Gesellschaft, sondern ganz konkret für ihre persönliche Lebenswelt haben. Es ist ein großer Erfolg des Kooperationsprojektes, dass wir ihre Sensibilität für die Folgen und Negativseiten der digitalen Kommunikation so sichtbar gestärkt haben. Besser und verständlicher können wir nicht für ein respektvolleres Verhalten auch im Internet werben als mit den Beiträgen, die von Jugendlichen für Jugendliche erstellt wurden.“

Werkschau

Die Justizministerin und der Direktor der LPR Hessen haben im Rahmen der Veranstaltung in Gießen den Startschuss für den Online-Einsatz der fünf gelungensten Produktionen, je einer aus den beteiligten Schulen (Wolfgang-Ernst-Gymnasium Büdingen, Justus-Liebig-Schule Darmstadt, Rabanus Maurus Gymnasium Fulda, Wirtschaftsschule am Oswaldgarten Gießen und Oskar-Miller-Schule Kassel), gegeben. Diese und weitere Beiträge aus den Workshops werden im Rahmen der Initiative „Hessen lebt Respekt“ auf Facebook verbreitet und sind auch online auf den Webseiten www.hessen-lebt-respekt.de/projekte/respekt-digital und www.lpr-hessen.de/respekt-digital anzusehen.

Hintergrund

Die Hessische Landesregierung hat das Jahr 2017 zum „Jahr des Respekts“ ausgerufen und wirbt mit konkreten Projekten in allen gesellschaftlichen Bereichen für mehr Respekt im gegenseitigen Umgang. Kooperationspartner der Projekte sind unter anderem die Verkehrsverbünde RMV, VRN und NVV, die Initiative „Sicher unterwegs in Hessen“ mit ihren Partnern, der Landessportbund und die Sportjugend Hessen sowie die Hessische Landesanstalt für den privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen). Als Medienpartner fungieren die Verlagsgruppe Rhein Main, Hit Radio FFH und der Hessischer Rundfunk (Fernsehen). Prominente Patin der Kampagne ist Nele Neuhaus mit ihrer Stiftung.

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