Menü

kalender

Juni 2024
S M D M D F S
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
30  

Partner

Partner

/* */
Hausfliesenbruch soll aufmerksam machen: aus die Situation von Wohnungslosen

Fliesenpaten gesucht! 

Fließenbruch, keiner will sie haben. Mit 20 Fliesen will das Diakonische Werks auf die Situation von Wohnungslosen in Wiesbaden in der Stadt aufmerksam machen. Wer mag eine Fliese an seinem Haus oder in seinem Geschäft anbringen oder ausstellen?

Volker Watschounek 2 Jahren vor 0

Sie leben auf der Straße. Anerkennung kennen sie kaum. Wohnungslose. Die Hintergründe sind egal. Es sind Menschen mit Geschichten. Fliesenpaten können helfen.

Eine kleine Fliese von 15×15 Quadratzentimetern, aber mit einer starken Botschaft: Das ist die Idee hinter dem Kunstprojekt Hausfliesenbruch, das vom Diakonischen Werk Wiesbaden mit 20 Klienten aus der Wohnungslosenhilfe durchgeführt werden soll. Gesponsert wird es vom Stiftungsfonds DiaCase der Stiftung Diakonie Hessen.

„Das Projekt „Hausfliesenbruch“ stellt auch eine politische Frage: nämlich ob und wo wohnungslose Menschen in Wiesbaden kleine Nischen der Sichtbarkeit erhalten – und wenn es nur 15×15 cm sind.“ – Matthias Lutz, Bereichsleiter Wohnhilfen des Diakonischen Werks Wiesbaden

Die von der Diakonie betreuten Menschen sind meist jene, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Sie erhalten hier die Möglichkeit, ihre Erfahrungen, Erinnerungen, Ärgernisse, aber auch ihre Wünsche und Ideen künstlerisch zu verarbeiten. Dabei gestalten sie die Fliesen in der Werkstatt des Übergangswohnheims Köhlstraße. Unter Anleitung einer Kunsttherapeutin haben sie an verschiedenen Montagabenden Gelegenheit, diese in Wiesbaden-Erbenheim frei von Zwängen zu bemalen und anschließend in einem Ofen zu brennen. Dazu gehört jeweils ein kleines Interview.

„Ich bin gespannt darauf, wie sich das Projekt entwickelt und was es ermöglichen kann.“ – KünstlerIn I. F.

Die Fliesen werden anschließend den Weg in die Öffentlichkeit finden. Geplant ist, sie im Wiesbadener Stadtzentrum an Häuserfassaden zu befestigen und mit einem QR-Code zu versehen, der zu Informationen über das Projekt führt. Auf einem Stadtplan sollen alle Standorte abrufbar sein. Die Idee dabei: Die Teilnehmenden sollen mit ihren Kunstwerken an der Gestaltung des Stadtbildes teilhaben und auf künstlerische Weise auf ihre Bedürfnisse und Probleme aufmerksam machen.

Wenn die Fliesen fertig sind, wird eine kleine Ausstellung stattfinden. Anschließend werden die Fliesen an den Hausfassaden angebracht. Das Diakonische Werk hofft auf genügend „Fliesenpaten“, die sich dazu bereit erklären, die kleinen Kunstwerke einige Monate lang an ihrem Haus oder auch im Schaufenster ihres Geschäfts auszustellen.

„Ich freue mich auf das Projekt, denn die Fliese ist wie der Spiegel meiner Zukunft.“ –KünstlerIn R. G.

Mit dem Projekt ermöglicht das Diakonische Werk seinen Klienten Teilhabe und Anerkennung. Die Stadtgesellschaft soll auf die von Wohnungslosigkeit betroffenen Menschen und ihre Anliegen aufmerksam gemacht werden und mit ihnen in einen offenen Dialog eintreten.

Beim ersten Mal-Termin waren Frauen aus einer Wohngemeinschaft des Diakonischen Werks beteiligt. Ihre Erfahrungen sind positiv: „Ich freue mich darüber, am Projekt Hausfliesenbruch teilzunehmen weil es mich innerlich ausgeglichen macht und mich erfüllt,“ sagt R.T.

Werden Sie Fliesenpate

Wer sich dafür interessiert, eine Fliese an seinem Haus oder Geschäft anzubringen, kann sich beim Diakonischen Werk bei Alexander Trauten unterhausfliesenbruch@dwwi.de melden.

Foto oben ©2022 Diakonisches Werk Wiesbaden

Weitere Nachrichten aus dem Ortsbezirk Mitte lesen Sie hier.

Die Internetseite vom Diakonischen Werk Wiesbaden finden Sie unter dwwi.de.

 

Diskutieren Sie mit

Diskutieren Sie mit

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Geschrieben von

Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.