Die Flotten wachsen, die Nutzerzahlen ebenso: Die Carsharing-Anbieter in Deutschland sind auf dem Weg nach vorne: mit Scouter, Stadtmobil und book’n’drive jetzt auch in Wiesbaden

Verkehrsdezernent Andreas Kowol hat am Donnerstag am Kaiser-Friedrich-Ring zusammen mit dem städtischen Mobilitätsdienstleister ESWE Verkehr und den drei Carsharing-Anbietern Scouter, Stadtmobil und Book’n‘ Drive die erste von elf neuen Carsharing-Station im öffentlichen Straßenraum eingeweiht. Die Grundlage hierfür bietet das Bundescarsharing-Gesetz, mit dem die Stadt jetzt auch direkt an den Bundesstraßen in Wiesbaden exklusive Sondernutzungsrechte erteilt kann.

Elf Carsharing-Stationen

Elf Carsharing-Stationen , Karte. ©2021 Stadt Wiesbaden

In den nächsten Wochen wird so das bestehende Angebot der Stadt um zehn neue Stationen mit jeweils zwei Fahrzeugen erweitert. Von den 22 neuen Fahrzeuge, die entlang des ersten Rings, der Seerobenstraße, im Bereich Dürerplatz und am Bahnhof Mainz-Kastel stationiert, profitieren in erster Linie die Anwohner aus den bevölkerungsreichen Stadtbezirken Nordost, Westend/Bleichstraße, Mitte, Rheingauviertel/Hollerborn, Südost und Mainz-Kastel.

„Aus den Ortsbeiräten, aber auch von den Bürgern wissen wir, dass das Thema Carsharing immer wichtiger wird und sich viele Menschen ein breiteres Angebot wünschen. Zusamen mit Scouter, Stadtmobil und Book’n’Drive sind wir diesem Ziel ein großes Stück näher gekommen. Eine gute Neuigkeiten.“ – Andreas Kowol, Verkehrsdezernent.

Aufgrund der rechtlichen Bestimmungen durch das Bundescarsharing-Gesetz durften diese neuen Stationen ausschließlich an Bundesstraßen errichtet werden. Damit fehlt im Moment die Grundlage, etwa ein ergänzendes Landescarsharing-Gesetz, um das Stationsnetz weiter auszubauen. Die ersten Stationen wurden so ausgewählt, dass sie den Ansprüchen der Carsharing-Anbietern, und -Kunden bestmöglich entsprechen. Weil sich laut diversen Studien durch ein Fahrzeug rund zehn private Fahrzeuge ersetzen lassen, leisten Carsharing an dieser Stelle auch einen Beitrag zur Reduzierung des innerstädtischen Parkdrucks. Außerdem können beim Carsharing auch mehrere Menschen auf ein Auto zurückgreifen, die sich ein privat vielleicht kein Fahrzeug leisten können oder wollen.

„Uns ist keine hessische Stadt bekannt, die sich in diesem Ausmaß das Bundescarsharing-Gesetz zunutze gemacht hat, um neue Car-Sharing-Station entlang von Bundesstraßen einzurichten.“ – Andreas Kowol, Verkehrsdezernent.

Die öffentliche Ausschreibung und Vergabe der neuen Standorte erfolgte durch den städtischen Mobilitätsdienstleister ESWE Verkehr. Damit wird gewährleistet, dass die verschiedenen Mobilitätsangebote der Stadt vom Carsharing über den ÖPNV bis hin zum Fahrradverleihsystem meinRad künftig noch besser miteinander verknüpft und abgestimmt werden können. ESWE-Geschäftsführer Jörg Gerhard zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis:

„Für uns ist Carsharing ein wichtiger Baustein des Umweltverbundes und wir sind froh, dass wir im Rahmen der Ausschreibung drei kompetente Partner gewinnen konnten.“ – Jörg Gerhard, Geschäftsführer ESWE Verkehr

Vergeben werden die neuen Stationen zu etwa gleichen Teilen an drei Anbieter: book-n-drive und Stadtmobil Rhein-Main, die bereits länger im Stadtgebiet aktiv sind, sowie das aus Marburg stammende Unternehmen Scouter Carsharing. Auch die Anbieter betrachten eine gute Verknüpfung zwischen verschiedenen Mobilitätsangeboten als eine wichtige Erfolgsgrundlage, wie Bernd Kremer, Geschäftsführer von Stadtmobil Rhein-Main, verdeutlicht: Weniger Autos in der Stadt schafft mehr Lebensraum für Alle. Mobil sein mit Carsharing, zu Fuß gehen, Radfahren und der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln ist nachhaltig, kostengünstig und gut für Fitness und Gesundheit. Gleichzeitig besteht bei den Anbietern der Wunsch, die Zusammenarbeit in Zukunft weiter auszubauen.

„Es ist schön zu sehen, dass die Stadt Wiesbaden Carsharing durch die Vergabe von städtischen Stellplätzen fördert. Wir hoffen, dass das hessische Landescarsharing-Gesetz nun bald vom Landtag verabschiedet wird, sodass es der Stadtverwaltung dann möglich ist, weitere Flächen, auch in der Innenstadt und in den Wohnquartieren, für Carsharing auszuweisen.“ – Andreas Hornig, Geschäftsführer von book-n-drive

Ergänzend hebt Thomas Großnann, Geschäftsführer von scouter Carsharing, das aus seiner Sicht gelungene Auswahlverfahren hervor: Es war eine kluge Entscheidung der Stadt Wiesbaden, nicht alle Stationen einem Anbieter zu geben. Sondern ein heterogenes Angebot zu fördern, in dem möglichst viele Bürgerinnen und Bürger das für sie ideale Carsharing finden.

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Die Internetseiten der Carsharing-Unternehmen finden Sie unter book-n-drive.de, scouter.de und stadtmobil.de.

 

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