Das Bündnis bekennt sich zu freiheitlichem Denken und Handeln, Rechtsstaatlichkeit, Meinungsvielfalt, Minderheitenschutz und stehen ein: Füreinander.

Das Boot ist voll oder das ist doch nicht normal, sowas machen wir hier nicht schallte es am Samstagmittag wiederholt durch die Fußgängerzone. Aber ich spreche doch europäisch flehte etwas später ein junger Mann eindringlich. Man müsse sich schon bemühen, erwidert ihm ein anderer: Aber das tue ich ruft der junge Mann und beschwört, er habe seinen Asylantragantrag doch schon vor zwei Jahren gestellt. Ttja, die Mühlen der Justiz mahlen langsam schallt es ihm hämisch entgegen, die das Mahlen der Mühlen mit ihren kreisenden Stühlen in der Hand noch unterstrichen und eine junge Frau legte nach und verwies auf die samstägliche Kehrwoche, die einzuhalten sei.

„Das Boot ist voll.“ – Performance

Initiiert und beauftragt durch das Wiesbadener Bündnis für Demokratie hatte das Pegasus Theaterensemble einen öffentlichen Street Act gegeben, der anregen sollte, über das Thema Vorurteile nachzudenken. Die Schauspieler  stellten in Choreografien Vorurteile und Ausgrenzung dar und verwendeten dafür auch typische Aussagen und Ressentiments.

Aber ich spreche doch europäisch“  Performance

Auch wenn die Aktion ursprünglich für die Internationalen Wochen gegen Rassismus im März vorgesehen war, die bekanntlich wegen Corona ausgefallen ist, hat das Thema an Aktualität keineswegs verloren. Antisemitische und rassistische Verschwörungstheorien in der Covid-19 Pandemie zeigen überdeutlich, wie Vorurteile und menschenfeindliche Ausgrenzungen in unserer Gesellschaft zu Tage treten, sagt Nicole Nestler, vom Evangelischen Dekanat Wiesbaden und eine der Sprecherinnen vom Bündnis für Demokratie.

„Es war uns deshalb ein Herzensanliegen, dass diese Aktion nicht ausfällt. Kunst ermöglicht Chancen der Kommunikation, Reflexion und Verständigung – gerade in Zeiten emotionaler und enthemmter Diskurse.“ – Nicole Nester

Und das Interesse war da. Bei jeder der insgesamt sechs Sequenzen bildete sich in Wiesbadens Innenstadt schnell ein Kreis Zuschauer, die durchweg positiv und interessiert reagierten. Ein Passant sprang der diskriminierten Person sogar schauspielerisch zur Seite und zeigte wie Zivilcourage aussehen sollte. Aus Sicht des Wiesbadener Bündnis für Demokratie, welches mit dieser Aktion bewusst eine andere Protestform testen wollte, war die Aktion damit rundum gelungen.

Über das Bündnis für Demokratie

Das 2013 gegründete Bündnis ruft ausschließlich zu friedlichen und gewaltfreien Aktionen auf, illegale Aktionen unterstützt das Bündnis nicht.

Mitglieder sind: Aktives Museum Spiegelgasse für Deutsch-Jüdische Geschichte,
Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Wiesbaden e.V., Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Wiesbaden, ASB Regionalverband Westhessen, AStA Hochschule Rhein-Main, Attac Wiesbaden, Ausländerbeirat Wiesbaden, Bündnis 90/Die Grünen Wiesbaden, Caritasverband Wiesbaden, CASA e.V. Centrum für aktivierende Stadtteilarbeit, CDU Wiesbaden, Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Wiesbaden, DGB Wiesbaden-Rheingau-Taunus, DIE LINKE Wiesbaden, Evangelisches Dekanat Wiesbaden, FDP Wiesbaden, Gesamtpersonalrat Landeshauptstadt Wiesbaden, GEW Wiesbaden-Rheingau, Gewerkschaft der Polizei Landesbezirk Hessen, Gewerkschaft NGG Rhein-Main, Hochschule Rhein-Main, IG BAU Bezirksverband Wiesbaden-Limburg, IG BCE Bezirk Rhein-Main, IG Metall Geschäftsstelle Wiesbaden-Limburg, Islamischer Kulturverein Imam Hossein e.V., Jüdische Gemeinde Wiesbaden, Junge BAU Wiesbaden-Limburg, Junge Liberale Wiesbaden, Katholische Kirche Wiesbaden, Paritätischer, Wohlfahrtsverband Wiesbaden, SPD Wiesbaden, Stadtjugendring Wiesbaden, Stadtschülerrat Wiesbaden, ver.di Bezirk Wiesbaden, VHS Wiesbaden, Wiesbadener Akademie für Integration e.V., XENIA interkulturelle Projekte GmbH. (Foto ©2020 Volker Gottwald)

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Die offizielle Internetseite des Bündnis für Demokratie finden Sie unter www.dekanat-wiesbaden.de.

 

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