Ein Elternabend klärt über Cannabis auf, erklärt Risiken und stärkt Gespräche zwischen Eltern und Jugendlichen – sachlich, offen und praxisnah.
Wer Kinder durch die Pubertät begleitet, merkt schnell: Fragen kommen selten angekündigt – und Antworten fallen nicht immer leicht. Genau hier setzt ein neues Angebot des Wiesbadener Gesundheitsamtes an. Beim Online-Format „Rausch & Risiko“ nehmen Fachleute das Thema Cannabis in den Blick – sachlich, verständlich und mit Raum für Austausch.
Wenn Neugier auf Grenzen trifft
Jugendliche testen Grenzen, suchen Erfahrungen, probieren aus. Was früher hinter Turnhallen geschah, verlagert sich heute oft in digitale Räume – und bleibt doch ein reales Thema am Küchentisch. Der Leiter des Gesundheitsamtes, Prof. Dr. med. René-Maxime Gracien, beschreibt es nüchtern: Der Wunsch nach Rausch gehöre zur Entwicklung dazu. Entscheidend sei, wie Erwachsene darauf reagieren – mit Verboten oder mit Verständnis.
Wissen statt Warnung
Der Elternabend liefert keine erhobenen Zeigefinger, sondern ordnet ein. Was ist Cannabis? Wie wirkt es im Körper? Welche Folgen kann Konsum gerade für Jugendliche haben? Und was hat sich durch die neue Gesetzeslage verändert? Die Veranstaltung will informieren, nicht verunsichern – und Eltern befähigen, Gespräche zu führen, die nicht sofort in Diskussionen enden.
Gespräch statt Schweigen
Neben fachlichem Input setzt das Format auf Interaktion. Eltern sollen Fragen stellen, Erfahrungen teilen und Strategien entwickeln. Denn oft beginnt Prävention nicht mit Regeln, sondern mit Vertrauen – und mit der Fähigkeit, zuzuhören, bevor man urteilt.
Der kostenfreie Elternabend findet am Mittwoch, 20. Mai, von 17.30 bis 19.30 Uhr online statt. Anmeldungen sind bis zum 17. Mai möglich.
Symbolfoto ©2025 AI / Wiesbaden lebt!
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