Kostenlose Nistkästen: Wiesbaden hilft Singvögeln und fördert neue Brutplätze im Stadtgebiet.
Der Frühling kündigt sich an, die Tage werden länger – und in Wiesbaden beginnt für viele Singvögel die Wohnungssuche. Damit Blaumeise, Kohlmeise und Co. nicht leer ausgehen, gibt die Stadt am Mittwoch, 11. März, im Umweltladen in der Luisenstraße 19 kostenlos Nistkästen aus. Zwischen 14 und 18 Uhr erhalten Bürger einen von insgesamt 150 Kästen – solange der Vorrat reicht. Pro Person gibt es ein Exemplar. Voraussetzung: Der Nistkasten wird im Stadtgebiet angebracht.
Wohnraum wird knapp – auch für Vögel
Mit steigenden Temperaturen starten viele Arten in die Brutsaison. Doch sie finden immer seltener geeignete Plätze. Alte Bäume mit Höhlen verschwinden, Hecken weichen Parkplätzen, Fassaden werden saniert und verschlossen. Was für Menschen energetisch sinnvoll ist, nimmt Vögeln oft die letzte Nische.
Hier setzt das Förderprogramm Blühende Landschaften und Lebensräume in Wiesbaden an. Die künstlichen Nisthilfen bieten Höhlenbrütern wie Blaumeisen, Kohlmeisen, Kleibern oder Trauerschnäppern eine Alternative. Wer einen Kasten im eigenen Garten, im Hinterhof oder an einer geeigneten Hauswand montiert, schafft konkret neuen Lebensraum – und erlebt Natur aus nächster Nähe.
Handwerk mit sozialem Mehrwert
Gefertigt werden die Nistkästen von„Facettenwerk – Gemeinnütziger Verein für Behindertenhilfe Wiesbaden und Rheingau-Taunus-Kreis, genauer: in der Holzwerkstatt Aarbergen. Dort bauen Menschen mit Behinderung die Kästen in sorgfältiger Handarbeit. Die Aktion verbindet damit Artenschutz und soziale Teilhabe.
Ausstellung zeigt Zusammenhänge
Wer einen Nistkasten abholt, kann zugleich die Ausstellung „Lebensraum Stadt – jeder Quadratmeter zählt“ besuchen. Sie läuft noch bis 20. März im Umweltladen. Banner und Exponate zeigen, wie Siedlungsentwicklung Lebensräume verändert. Die Schau erklärt, warum Fläche endlich ist – und wie jede und jeder selbst zum Erhalt beitragen kann.
Fotos ©2022 Pixabay
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Informationen zur Spurensuche Gartenschläfer finden Sie unter www.gartenschlaefer.de.



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