Bei einer Taxi-Kontrolle in Wiesbaden stellt die Stadtpolizei zahlreiche Verstöße fest. Mehr als jedes zweite Fahrzeug fällt durch.
Wenn andere ins Wochenende starten, zieht die Stadtpolizei Wiesbaden die Warnwesten an. Am vergangenen Freitag, 20. Februar, kontrollierten die Einsatzkräfte in den Abend- und Nachtstunden gezielt das Taxigewerbe im Stadtgebiet. Sie prüften Papiere, begutachten Fahrzeuge, sprachen mit Fahrern. Am Ende steht eine Zahl, die aufhorchen lässt: 56 Prozent.
Schwerpunkt am Hauptbahnhof
Bei den Kontrollen legte die Stadtpolizei den Fokus auf zwei Punkte: fehlende Hauptbahnhof-Vignetten und das unerlaubte Bereitstellen außerhalb ausgewiesener Halteplätze. Gerade rund um den Hauptbahnhof drängen sich Taxis dicht an dicht. Wer hier Fahrgäste aufnehmen will, muss klare Regeln beachten.
Von 25 überprüften Fahrzeugen beanstanden die Kontrolleure 14. Einige Fahrer führen die vorgeschriebene Vignette nicht mit, andere stellen ihr Taxi dort ab, wo es nicht stehen darf. Die Stadt ahndet die Verstöße konsequent und leitet Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Die hohe Beanstandungsquote zeigt: Die Taxi-Kontrolle trifft einen Nerv.
Mängelkarten und ein sichergestelltes Dachzeichen
Zwei Fahrzeuge fallen wegen abgelaufener Hauptuntersuchungen auf. Die Beamten stellen Mängelkarten aus und verpflichten die Halter, die Prüfungen nachzuholen. Sicherheitsrelevante Defekte entdecken sie jedoch nicht. Bremsen, Beleuchtung, Reifen – alles in Ordnung. Das beruhigt, gerade im dichten Stadtverkehr.
In einem Fall stellen die Einsatzkräfte ein Taxi-Dachzeichen sicher, weil der Fahrer die erforderlichen Unterlagen nicht vorlegen kann. Bürokratie auf vier Rädern, könnte man sagen. Noch am selben Abend bringt der Fahrer die fehlenden Dokumente bei, die Stadtpolizei händigt das Dachzeichen wieder aus. Der Betrieb läuft weiter.
Kontrollen gehen weiter
Die Stadtpolizei Wiesbaden kündigt an, die Taxi-Kontrollen fortzuführen. Sie will für faire Wettbewerbsbedingungen sorgen und die Regeln durchsetzen. Wer sich an Vorschriften hält, muss keine Nachteile fürchten. Wer sie ignoriert, riskiert Bußgelder und weitere Maßnahmen.
Symbolfoto – © 2026 LH Wiesbaden
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