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Autohome Airtop 360

Abenteuerdachzelt im Test: Autohome Airtop 360

Auf einem Skoda Karoq ging es mehrere Nächte in Frankreichs Hinterland. Das Hartschalen-Dachzelt überzeugte mit Rundumblick, blitzschnellem Auf- und Abbau sowie hoher Reisetauglichkeit. Nur die serienmäßige Leiter konnte im Test nicht vollständig überzeugen.

Ayla Wenzel 2 Stunden vor 0

Getestet auf einem Skoda Karoq in Frankreich – mehrere Nächte frei stehend im Mai 2026

Nach unserem Test des Autohome Columbus im vergangenen Sommer führte uns diese Dachzeltreise erneut nach Frankreich. Diesmal stand das Autohome Airtop 360 auf dem Prüfstand. Abgeholt haben wir das Dachzelt wieder bei Abenteuerdachzelt in Guntersblum und auf unserem Skoda Karoq montiert.

Der Test fand nicht auf Campingplätzen statt. Stattdessen ging es hinaus auf kleine Landstraßen, abgelegene Feldwege mitten im französischen Nirgendwo. Genau dort zeigt sich, was ein Dachzelt wirklich leisten muss. Fernab von Sanitärgebäuden, Stromanschlüssen und festen Stellplätzen zählen Komfort, Alltagstauglichkeit und unkomplizierte Handhabung.

Montage auf dem Skoda Karoq

Bereits bei der Montage fällt eine Besonderheit des Airtop 360 auf. Autohome empfiehlt für dieses Modell breite Dachträger (so breit wie das Dachzelt). Die vorhandenen Dachträger des Skoda Karoq erfüllten diese Vorgabe nicht vollständig – kein Problem bei Abenteuerdachzelt. Wie bereits bei früheren Dachzelttests kamen deshalb zusätzliche Montageschienen zwischen Dachträger und Dachzelt zum Einsatz. Die Lösung funktionierte problemlos und sorgte für eine stabile Verbindung.

Schon auf den ersten Kilometern zeigte sich, dass das rund 60 Kilogramm schwere Hartschalenzelt gut mit dem Skoda Karoq harmoniert. Trotz seiner Größe liegt das Airtop 360 während der gesamten Reise ruhig und stabil auf dem Fahrzeug. Auch längere Autobahnetappen meistert die Kombination souverän. Reisegeschwindigkeiten von 130 km/h sind problemlos möglich, ohne dass sich das Zelt bemerkbar machte oder unangenehme Fahrgeräusche verursachte.

Aufbau in weniger als einer Minute

Seine größte Stärke zeigte das Airtop 360 jedoch nach der Ankunft. Während andere Camper noch Gestänge sortieren oder Planen spannen, genügt hier das Öffnen von lediglich drei Schnallen. Ein kurzer Griff nach oben, etwas Unterstützung beim ersten Anheben der Hartschale – anschließend übernehmen die Gasdruckfedern die Arbeit. Innerhalb von weniger als einer Minute steht das Dachzelt vollständig aufgebaut auf dem Fahrzeugdach.

Wer auf Roadtrips häufig den Standort wechselt, lernt diesen Komfort schnell zu schätzen. Genau für diese Art des Reisens scheint das Airtop 360 gebaut worden zu sein. Die getestete Medium-Version bietet mit ihrer Liegefläche von 145 x 210 Zentimetern ausreichend Platz für zwei Erwachsene und bei Bedarf ein Kind.

Rundumblick statt Höhlengefühl

Der Namenszusatz „360“ ist dabei keineswegs Marketing. Sechs zusätzliche Fenster ergänzen die beiden großen Eingänge und sorgen für eine Rundumsicht, die man bei vielen anderen Hartschalen-Dachzelten vergeblich sucht.

Besonders an den abgelegenen Stellplätzen Frankreichs spielte das Zelt diese Stärke aus. Morgens fiel der Blick direkt über Felder, abends färbte die untergehende Sonne die Landschaft rund um das Fahrzeug. Das Innere wirkt dadurch deutlich heller und großzügiger als bei vielen klassischen Dachzelten.

Gleichzeitig sorgt die Vielzahl an Öffnungen für eine hervorragende Belüftung. Obwohl die Temperaturen im Mai bereits sommerliche Werte erreichten, blieb das Klima im Zelt jederzeit angenehm. Die Querlüftung funktionierte hervorragend, während feinmaschige Moskitonetze zuverlässig Insekten fernhielten.

Schlafkomfort für Roadtrips

Auch die Matratze überzeugte im Test. Besonders wer gerne auf härteren Matratzen schläft, wird hier glücklich. Sie bietet ausreichend Komfort für längere Reisen und sorgt gemeinsam mit den senkrechten Seitenwänden für ein überraschend großzügiges Raumgefühl.

Im direkten Vergleich zum im Vorjahr getesteten Columbus wirkt das Airtop 360 offener und wohnlicher. Das Columbus punktet eher mit seiner sportlichen Keilform, während das Airtop 360 stärker auf Komfort und Wohnqualität setzt.

Für Alleinreisende mit Hund ist das Zelt ebenso geeignet wie für Paare. Auch zwei Erwachsene und ein Kind finden problemlos Platz. Für Großfamilien wurde das Airtop 360 dagegen nicht konzipiert. Seine Stärke liegt eindeutig im komfortablen Reisen mit kleiner Besetzung und häufigen Standortwechseln.

Die Leiter als größter Kritikpunkt

Einen Kritikpunkt gibt es allerdings. Die serienmäßige Leiter konnte uns nicht vollständig überzeugen. Sie fällt vergleichsweise schmal aus und wirkte im Test weniger vertrauenerweckend als die übrige Konstruktion des Zeltes.

Besonders beim Ein- und Aussteigen mit Hund fehlte uns das nötige Sicherheitsgefühl. Einen mittelgroßen Hund auf dem Arm die schmale, instabil wirkende Leiter hinaufzutragen, kam für uns nicht infrage.

Zum Glück bietet Abenteuerdachzelt eine deutlich stabilere und breitere Leiter an. Mit dieser Lösung verschwand der einzige wirkliche Schwachpunkt des Airtop 360 praktisch vollständig. Wer regelmäßig mit Hund reist, sollte diese Variante unbedingt in Betracht ziehen.

Abbau fast noch besser als der Aufbau

Fast noch beeindruckender als der Aufbau gelang der morgendliche Abbau. Während bei vielen Dachzelten Stoffbahnen mühsam nach innen gestopft werden müssen, hat Autohome eine ebenso einfache wie geniale Lösung integriert.

Mehrere elastische Gummizüge ziehen den Zeltstoff beim Schließen automatisch nach innen. Dadurch verschwindet das Gewebe nahezu von selbst innerhalb der Hartschale. Das sonst oft lästige Nachstopfen entfällt fast vollständig. Genau dieses Detail macht sich im Reisealltag bemerkbar.

Nach einem kurzen Kontrollblick wird die Schale geschlossen und wieder mit lediglich drei Schnallen gesichert. Der gesamte Abbau dauert ebenfalls kaum länger als eine Minute und erfordert nicht unfassbar viel Kraft. Nach mehreren Tagen auf Reisen wurde genau dieser Punkt zu einem der größten Pluspunkte des Zeltes.

Fazit: Ein tolles Dachzelt für flexible Roadtrips

Nach mehreren Nächten mitten im französischen Nirgendwo hinterließ das Autohome Airtop 360 einen guten Eindruck. Die hochwertige Verarbeitung, der extrem schnelle Auf- und Abbau sowie die außergewöhnliche Rundumsicht machen das Dachzelt zu einem idealen Begleiter für alle, die unterwegs möglichst wenig Zeit mit Campingtechnik und möglichst viel Zeit mit Reisen verbringen möchten.

Besonders das durchdachte Schließsystem mit den automatisch einziehenden Stoffbahnen hebt das Airtop 360 von vielen Wettbewerbern ab.

Die schmale Serienleiter kostet Punkte. Mit der stabileren Leiter von Abenteuerdachzelt verschwindet dieser Kritikpunkt jedoch weitgehend.

Wer ein Dachzelt für Roadtrips, spontane Übernachtungen, schnelle Standortwechsel und komfortables Reisen zu zweit oder mit Hund sucht, findet im Autohome Airtop 360 ein überzeugendes Hartschalen-Dachzelte am Markt.

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