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Wildunfälle: Rehe auf einem Feld am Rande einer Baumallee

Winterzeit: Die Uhren ticken anders. Erhöhte Gefahr für Wildunfälle

Mit der Umstellung auf die Winterzeit kommt nicht nur eine Extra-Stunde Schlaf, sondern auch eine veränderte Dynamik auf unseren Straßen. Für die heimischen Wildtiere bedeutet die Zeitumstellung eine erhöhte Gefahr, denn sie orientieren sich nicht an unseren Uhren.

Volker Watschounek 4 Monaten vor 0

Mit der Umstellung auf die Winterzeit rückt der Wildwechsel auf unseren Straßen wieder in den Mittelpunkt.

Die Umstellung auf Winterzeit bringt nicht nur gemütliche Abende vor dem Kamin, sondern auch eine erhöhte Gefahr auf unseren Straßen mit sich. Wenn die Uhren eine Stunde zurückgedreht werden, fällt die Dämmerungszeit wieder in die Hauptverkehrszeiten – eine Zeit, in der heimische Wildtiere auf Nahrungssuche gehen. In den kommenden Wochen sollten Verkehrsteilnehmer daher besondere Vorsicht walten lassen, um Wildunfälle(n) vorzubeugen.

Tiere kennen weder Verkehrsregeln noch Uhrzeiten. Daher sollten Verkehrsteilnehmer in den Wochen nach der Zeitumstellung im Straßenverkehr Vorsicht walten lassen.

Cornelius Blanke, Pressesprecher des ADAC Hessen-Thüringen

Die Dämmerungszeit ist die Zeit, in der Wildtiere aktiv werden. Reh, Wildschwein oder Hirsch orientieren sich allerdings am Tageslicht und kennen die Zeitumstellung nicht. Während sie am Vortag die Fahrbahn noch gefahrenlos überqueren konnten, braust einen Tag später plötzlich der Berufsverkehr über die Straße. Insbesondere in den Morgenstunden zwischen 6.00 Uhr und 8.00 Uhr ist das Risiko für einen Zusammenstoß besonders hoch. Abends beginnt die Dämmerungsphase bereits gegen 17.00 Uhr und fällt damit ebenfalls in die Rush-Hour.

Wenn ein Tier am Straßenrand steht, sollte der Fahrer kontrolliert bremsen, abblenden und hupen. Die Augen der Wildtiere sind deutlich lichtempfindlicher als die des Menschen, das Fernlicht blendet und macht orientierungslos. Der Hupton hilft Wildtieren, sich akustisch zu orientieren und zu flüchten. Falls eine Kollision unvermeidbar ist, sollte der Autofahrer nicht riskant ausweichen, sondern das Lenkrad gut festhalten und bremsen. Ein unkontrolliertes Ausweichmanöver erhöht das Unfallrisiko, besonders wenn das Auto in den Gegenverkehr geraten könnte oder die Fahrt am Baum endet.

Nur mit ausreichend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug behalten Autofahrerinnen und Autofahrer den Überblick und kommen bei einer Gefahrenbremsung rechtzeitig zum Stehen

Cornelius Blanke, Pressesprecher des ADAC Hessen-Thüringen

Kommt es zum Unfall gilt: Nach einer Kollision ist die Unfallstelle unverzüglich zu sichern. Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anlegen und Warndreieck aufstellen. Tote Tiere sollten nicht angefasst oder mitgenommen werden. Das Mitnehmen von getötetem Wild kann darüber hinaus als Wilderei zu bewerten sein.

Auch im Interesse des Tierschutzes ist es nach einem Wildunfall Pflicht, die Polizei anzurufen, selbst wenn das Tier geflüchtet ist. Diese kontaktiert den zuständigen Jäger, der das verletzte Tier suchen und erlösen kann. Die Polizei oder der Jäger stellt vor Ort eine Wildunfallbescheinigung aus, die als Nachweis bei der Versicherung dient.

Achtsamkeit

Mit der Umstellung auf die Winterzeit sollten wir uns bewusst machen, dass nicht nur unsere Uhren, sondern auch die Natur einen Wandel durchmacht. Die Straßen gehören nicht nur den Menschen, sondern auch den Tieren. Durch achtsames Verhalten können wir dazu beitragen, Wildunfällen vorzubeugen und gleichzeitig die Sicherheit auf unseren Straßen zu erhöhen.

Foto oben ©2023 Pixabay

Weitere Ratgeber Themen lesen Sie hier.

Weitere Tipps für den Straßenverkehr finden Sie unter www.adac.de.

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Geschrieben von

Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.