Die Hochschule Fresenius wird an das ESWE-Fernwärmenetz angeschlossen. Die Bauarbeiten für die notwendige Leitung auf der Moritzstraße beginnen am 6. Juni und erfolgt in mehreren Abschnitten.

Erst das neue RheinMain CongressCenter und jetzt die Hochschule Fresenius am Alten Gericht: Wird der Rohbau des RMCC schon jetzt mit Fernwärme beheizt, kommt die neue Hochschule ab 2018 mit ESWE-Fernwärme dazu. Dadurch wird der Gebäudekomplex keine eigenen Heizabgase in den Wiesbadener Innenstadtkessel abgeben.

Technischer Vorstand ESWE Versorgung Jörg Höhler bei der Pressekonferenz. Bild: Paul Müller

Technischer Vorstand ESWE Versorgung Jörg Höhler bei der Pressekonferenz. Bild: Paul Müller

80 Tonnen wneiger CO2 pro Jahr

Angesichts der hohen Schadstoffkonzentrationen, die in der Stadt teilweise über den EU-Grenzwerten liegen, ist das ein erheblicher Beitrag zur Luftreinhaltung. Durch die Versorgung der Hochschule mit Fernwärme werden bei einem Anschlusswert von 400 kW und einer Betriebsstundenzahl von 1.500 Stunden circa 80 Tonnen CO2 pro Jahr gegenüber einer Gaskesselanlage eingespart.

Um den Anschluss der Hochschule und weiterer Interessenten zu ermöglichen, muss allerdings eine zusätzliche Fernwärmetrasse gebaut werden. Diese wird vom Landeshaus über den 1. Ring durch die Moritzstraße verlegt. Die Bauarbeiten beginnen am 6. Juni in der Moritzstraße von der Matthias-Claudius-Straße in Richtung 1. Ring, der Anschluss der Hochschule Fresenius erfolgt im November 2017.

Ein weiterer Bauabschnitt in Richtung Rheinstraße ist für das Frühjahr 2018 vorgesehen, um auch weiteren Interessenten an das nachhaltige Fernwärmenetz der ESWE anschließen zu können. Potentielle Kunden seien etwa das Lillien-Carré oder acuh die Citypassage. Man sei hier bereits mit den Verantwortklichen im Gespräch, aber noch nicht spruchreif zusammengekommen, so Jörg Höhler.

Ringquerung in den Sommerferien 2017

Der schwierigste Bauabschnitt ist die Querung des 1. Rings, die in den verkehrsärmeren Sommerferien vom 3. Juli bis 11. August erfolgen soll. Während der Hauptverkehrszeiten werden immer zwei von drei Fahrbahnen in jeder Richtung offen gehalten und alle Buslinien können auf ihren angestammten Routen verkehren. Dennoch ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Autofahrer, welche auf die Route über den ersten Ring angewiesen sind, empfielt die ESWEm, frühzeitig  Alternativen zum eigenen Pkw oder alternative Routen zu prüfen.

In der Moritzstraße verlaufen die Fernwärme-Arbeiten vor allem im Gebiet der Parkstreifen, so dass der fließende Verkehr inklusive der Busse wenig beeinträchtigt werden sollte. Dabei werden immer zwei Baufelder aktiv sein, um die Arbeiten schnell abzuschließen.

Technischer Vorstand ESWE Versorgung Jörg Höhler und Projektleiter Karl-Heinz Reif bei der Pressekonferenz. Bild: Paul Müller

Technischer Vorstand ESWE Versorgung Jörg Höhler und Projektleiter Karl-Heinz Reif bei der Pressekonferenz. Bild: Paul Müller

Forum für Bürgerfragen am 8. Juni im Apollo-Kinocenter

In den Sommerferien wird im Rahmen der Bautätigkeiten auch eine nötige Abwasserkanal-Sanierung in der Matthias-Claudius-Straße durch die ELW durchgeführt. Durch die Koordinierung der Arbeiten werden zusätzliche Baustellen vermieden. Um den Lieferverkehr der zahlreichen Geschäfte entlang der neuen Trasse zu gewährleisten, werden ESWE-Mitarbeiter die Laden- und Hausbesitzer persönlich im Vorfeld der jeweiligen Bauabschnitte ansprechen.

Zudem sind die Anwohner und Interessierte zu einem Bürgerforum am 8. Juni 2017 um 18.30 Uhr in das Kino Alpha im Apollo-Kinocenter in der Moritzstraße eingeladen. In dieser Veranstaltung präsentieren ESWE-Vorstandsmitglied Jörg Höhler und sein Team die Baumaßnahme im Überblick und stehen für Fragen zur Verfügung.

Hintergrund: Niedriger Primärenergiefaktor spart Baukosten

Das Institut für Energietechnik der TU Dresden hat das Fernwärmeversorgungssystem des Wiesbadener Energiedienstleisters untersucht – und bescheinigt in aktuellen Zertifikaten sehr gute Werte. Davon profitiert nicht nur das Wiesbadener Klima. Auch viele Hausbesitzer und Bauherren können sich dies zu Nutze machen. Der Zertifizierungsbericht zeigt: Fernwärme von ESWE nutzt zu 56,2 Prozent Wärme, die mit regenerativer Primärenergie erzeugt wurde.

Zu 63,6 Prozent wurde sogar Kraft-Wärme-Kopplung genutzt. Maßgeblich beteiligt daran ist das Biomasseheizkraftwerk der ESWE BioEnergie. Aus den hohen Anteilen wiederum ergibt sich ein ausgesprochen niedriger Primärenergiefaktor von 0,26. Zum Vergleich: Heizöl hat einen Primärenergiefaktor von 1,1.

Fernwärme, der Umwelt zu Liebe

Mit dem Primärenergiefaktor lässt sich die Energiebilanz eines Gebäudes ermitteln. Je niedriger der Wert, desto weniger ausgleichende Maßnahmen müssen getroffen werden. Das heißt im Klartext: Mit Fernwärme von ESWE werden geforderte Energiestandards sehr leicht erreicht – und das große Plus für die Umwelt: Der Ausstoß des schädlichen Klimagases CO2 wird drastisch herabgesetzt

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