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Enkeltrick: ©2020 Pixabay / Monatge, mohamed_hassan und Peggy_Marco / bearbeitet Wiesbaden lebt.

Trickbetrug: Kriminelle missbrauchen Corona-Angst

In Zeiten des Coronavirus versuchen Betrüger mit neuen Tricks und Ideen an Ihr Geld zu kommen. Laut einzelnen Polizeimeldungen haben sie bereits bekannte Tricks an die aktuelle Zeit angepasst und sind damit unterwegs, um Menschen übers Ohr zu hauen. Die Polizei warnt.

Volker Watschounek 4 Jahren vor 0

Es klingelt an der Tür. Von Kopf bis Fuß in einen weißen Hygieneanzug gekleidet; das Gesicht von Atemschutz und Schutzbrille verdeckt: Sieht täuschend echt aus. Haben Sie den Besuch initiiert – oder versucht sie jemand übers Ohr zu hauen: Trickbetrug?

Achtung Trickbetrug: Mit Mundschutz und in Schutzanzügen geben sich aktuell überall Betrüger als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes aus und behaupten, dass ein Mitbewohner sich infiziert habe oder in der unmittelbaren Umgebung ein Corona-Fall bestätigt worden sei, und der sie als Kontaktperson genannt habe. Sie kämen nur zur eigenen Sicherheit und wollten vor Ort einen Test machen. Die Geschichte dient aber nur, um sich Zutritt zu Häusern und Wohnungen zu verschaffen, warnt Bürgermeister und Rechtsdezernent Dr. Oliver Franz. Das eigentliche Ziel der Täter sei dabei nur, die Opfer abzulenken und – etwa mithilfe eines Komplizen – Wertgegenstände zu entwenden.

„Lassen Sie sich nicht verunsichern oder unter Druck setzen. Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung.“ – Bürgermeister Dr. Oliver Franz.

Skrupellos nutzen die Betrüger inzwischen auch den Deckmantel der Nachbarschaftshilfe und die Gutgläubigkeit älterer Menschen aus. Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang sowohl vor Einschleichdieben als auch vor Betrügern. Aktuell ist etwa die Masche, bei der sich Betrüger von Senioren größere Geldbeträge geben lassen, weil diese angeblich virenverseucht seien – und das Geld desinfiziert werden müsse.

Neuer Enkeltrick

Medienberichten zufolge ist auch ein neuer Enkeltrick verbreitet. Dabei geben sich Betrüger als Verwandte aus, die unter Quarantäne stünden und dringend Geld bräuchten. Sie würden einen Freund, der sich noch nicht in Quarantäne befindet, vorbeischicken – um das Geld abzuholen. 

Gesundheitsamts-Masche – Das empfiehlt die Polizei

  • Der Besuch von Mitarbeitern des Gesundheitsamts oder medizinischen Personals ist nur dann richtig und echt, wenn Sie eine Testung selbst initiiert haben.
  • Lassen Sie sich nicht verunsichern.
  • Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung.
  • Lassen Sie sich den Legitimationsausweis zeigen – kontaktieren Sie die entsprechende Institution beziehungsweise die Polizei.
  • Schließen Sie die Tür und rufen Sie die Polizei.

Nachbarschaftshilfe – Das empfiehlt die Polizei

  • Die Polizei rät allen, die Hilfe annehmen, ein gesundes Misstrauen an den Tag zu legen.
  • Nehmen Sie am besten über eine Institution (wie Kirche, Gemeinde, DRK oder andere Hilfsorganisationen) organisierte und abgesprochene Hilfe (für Einkauf, Post- oder Apothekengänge) in Anspruch. Lassen Sie sich von der Organisation den Namen oder die Legitimation der Person geben, die zu Ihnen an die Haustür kommt.
  • Lassen Sie keine Personen in Ihr Haus oder ihre Wohnung (Stichwort: Einschleichdiebe).
  • Lassen Sie sich die Einkäufe und Besorgungen an der Haustür übergeben. Das ist auch vor dem Hintergrund der möglichen Weiterverbreitung des Coronavirus sinnvoll.
  • Melden Sie entsprechende Vorfälle (Trickbetrüger, Einschleichdiebe) unverzüglich bei der Polizei.

Allgemein – Das empfiehlt die Polizei

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich ein Anrufer am Telefon nicht mit Namen meldet. Fordern Sie den Anrufer grundsätzlich dazu auf, seinen Namen zu nennen.
  • Fragen Sie sich: Kann das stimmen, was mir erzählt wird? Überprüfen Sie immer, was der Anrufer/die Person an der Tür sagt und beraten Sie sich mit Freunden oder Angehörigen. Telefonieren Sie mit Bekannten unter den Ihnen lange bekannten Telefonnummern und lassen Sie die Sachverhalte bestätigen.
  • Wer auf die Masche hereingefallen ist, soll unverzüglich über den Notruf 110 die Polizei informieren.
  • Zur eigenen Sicherheit: Lassen Sie ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (Täter wählen mit Vorliebe Personen mit einem älter klingenenden Namen aus). (Bild: Pixabay mohamed_hassan und Peggy_Marco / bearbeitet wiesbaden lebt ∆)

Weitere Nachrichten der Polizei lesen Sie hier.

Die offizielle Internetseite der Polizei zum Thema Trickbetrug finden Sie unter www.polizei.hessen.de.

 

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Geschrieben von

Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.