Biebricher Allee, Mittwochmittag, stadteinwärts und stadtauswärts ging nichts mehr. Hessens Taxifahrer haben den Verkehr zum Erliegen gebracht.

Der Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V. hatte für Dienstag in rund 30 Städten zu einem bundesweiten Aktionstag gegen das Eckpunktepapier des Bundesverkehrsministeriums aufgerufen. Unter dem Motto Unsere Taxis – Unsere Jobs = Deine Mobilität – Scheuers Eckpunkte müssen weg protestierten  der Hessische Landesverband für das Personenbeförderungsgewerbe e.V. zusammen mit der Taxi-Vereinigung Frankfurt am Main e.V. in Wiesbaden gegen das umstrittene Papier des Bundesverkehrsministers.

Biebricher Allee, nichts geht mehr

Von 10:00 Uhr an versammelten sich Taxis aus Frankfurt, dem Main-Taunus -Kreis … dem gesamten Rhein.-Main-Gbeiet auf der Biebricher Allee. Gegen 10:30 Uhr, so ein Taxifahrer, lief Richtung Innenstadt gar nichts mehr. Stadtauswärts standen viele Taxis Schlange, um sich dem Korso zur Hessischen Staatskanzlei anzuschließen. Dadurch kam auch der Busverkehr ins Stocken, sodass Verspätungen nicht zu vermeiden waren. Am Ende waren es Rund 1.000 Taxis, deutlich mehr als die 200 angemeldeten Taxis.

Hintergrund

Anlass zu der bundesweiten Aktion, der sicher noch weitere folgen werden, gibt das Eckpunktepapier des Verkehrsminister Andreas Scheuer (CDU). Im Kern geht es um die geplante Aufhebung der Rückkehrpflicht für Mietwagen. Die Taxiunternehmen befürchten, dass sich dadurch Mietwagen mit Chauffeur wie Taxis an lukrativen Einsatzpunkten wie Bahnhöfen und Flughäfen aufhalten – anstatt zurück an ihren Betriebssitz zu fahren. Tür und Tor für Uber und vergleichbare Dienste würden damit weit geöffnet, Thomas Grätz, Geschäftsführer des Bundesverbandes Taxi und Mietwagen. Aus Berlin heißt es hinsichtlich der Befürchtungen, dass das Papier nur ein Anfang sei –und dass bis jetzt noch nichts beschlossen sei.

Impressionen vom Verkehrschaos

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