Der SV Wehen Wiesbaden trennt sich von Milad Nejad. Beim Heimspiel gegen Hoffenheim II folgt der Abschied vor Fans.
Der SV Wehen Wiesbaden beendet die Zusammenarbeit mit Milad Nejad vorzeitig. Beide Seiten verständigen sich darauf, den Vertrag, der ursprünglich bis 2027 laufen sollte, aufzulösen. Der Schritt kommt nicht überraschend – und wirkt dennoch wie ein leiser Einschnitt.
Beim Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim II steht nicht nur der Sport im Mittelpunkt. Rund 20 Minuten vor Anpfiff bittet der Verein auch den Mittelfeldspieler noch einmal nach vorne. Die Fans klatschen, der Moment gehört ihm – wie der anderen Spielern, die vor dem letzten Heimspiel verabschiedet wurden.
Zahlen, die eine Geschichte erzählen
Nejad kam im Sommer aus Hamburg nach Wiesbaden. Als Kapitän der U21 des Hamburger SV brachte er Führungsqualitäten mit. Doch im Profialltag fand er nur phasenweise seinen Platz. In der Saison 2025/26 stand er achtmal in der 3. Liga auf dem Platz. Dabei sammelte er 373 Spielminuten und sah zwei Gelbe Karten. Diese Zahlen zeigen: Er arbeitete sich hinein, blieb aber oft Ergänzungsspieler.
Hinzu kamen Einsätze im DFB-Pokal und im Hessenpokal. Besonders in Erinnerung bleibt sein Treffer beim 4:0 gegen Germania Ober-Roden – ein Moment, der seine Zeit in Wiesbaden greifbar macht.
Respekt statt großer Worte
Uwe Stöver hebt hervor, wie Nejad sich eingebracht hat. Er lobt seinen Einsatz und betont, dass beide Seiten eine faire Lösung gefunden haben. Der Verein verabschiedet ihn mit Respekt – ohne Nebengeräusche, ohne offene Fragen. Und für den SV Wehen Wiesbaden bedeutet die Trennung Bewegung im Kader. Für Nejad öffnet sich eine neue Tür. Wohin sie führt, bleibt offen.
Seine Zeit in Wiesbaden war kurz, aber intensiv. Sie zeigte, wie schnell sich Wege im Fußball verändern. Und sie endet mit einem Applaus, der mehr sagt als viele Worte.
Archivfoto – Milad Neja ©2026 Volker Watschounek
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