Das Institut Physiological Society hat die Stresssymptome bei Handyverlust untersucht. Allein die Vorstellung, das Smartphone zu verlieren, verursacht bei ihren Besitzern ein nahezu ähnliches Stresspotenzial wie die Angst vor einer Terrorattacke.

Rund 2.000 Personen wurden danach befragt, wie stressig bestimmte Situationen für sie sind. Befragt nach gravierenden Lebenseinschnitten – den Verlust von Eltern, oder Großeltern – wurden dabei die Stresssymptome gemessen. Die Probanden wurden dann auch nach „modernen“ Erscheinungen wie den Identitätsdiebstahl, Verzögerungen beim Pendlerverkehr … gefragt. Wie zu erwarten, resultieren bei dem Verlust von Menschen hohe Stressreaktionen. Hohe Werte resultieren aber auch aus moderne Faktoren.

„Die moderne Welt bringt neue Stressfaktoren – zum Beispiel durch Smartphones oder Social Media – mit sich, die wir uns vor 50 Jahren nicht hätten vorstellen können.“  – Lucy Donaldson, Chef der Physiological Society.

Hingegen gibt es dem Wissenschaftler zufolge Ereignisse, die heutzutage kaum noch jemanden wirklich stören. So machen sich viele Menschen über Scheidungen viel weniger Sorgen als noch in den 1960er-Jahren.

Frauen gestresster als Männer

Auffallend ist, dass alle Ereignisse von Frauen als stressiger empfunden wurden als von Männern. Auch ein höheres Alter geht mit einem höheren Stresslevel einher. So sorgen sich Ältere naturgemäß stärker um die Themen Gesundheit und Freiheitsentzug. Insgesamt wird der Tod eines Freundes oder Angehörigen in Bezug auf verursachten Stress am höchsten bewertet. Danach folgen Freiheitsentzug, Naturkatastrophen, die Wohnung oder Haus beschädigen, eine ernsthafte Krankheit oder der Verlust des Arbeitsplatzes. An 14. Stelle folgt das Verlieren des eigenen Smartphones ganz knapp hinter der Terrorgefahr. (pte)

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